Anle­gung von Wild­blu­men­wie­sen in Eimsbüttel

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG des Mit­glieds der Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel, Ernst Chris­tian Schütt (SPD-Frak­tion):

Sach­ver­halt
Seit Jahr­zehn­ten erle­ben wir – auch in Eims­büt­tel – einen Rück­gang der Bie­nen­po­pu­la­tio­nen. Diese Ent­wick­lung hängt unter ande­rem mit dem man­geln­dem Nah­rungs­an­ge­bot zusam­men. In beson­de­rem Maße gilt dies für den städ­ti­schen Raum. Hier fehlt es in den Parks und Gär­ten oft an nek­tar- und pol­len­rei­chen Blüh­pflan­zen, die Wild- und Honig­bie­nen aber auch Schmet­ter­lin­gen und viele andere Insek­ten als Nah­rungs­quelle die­nen. Aus blü­ten­rei­chen Mischun­gen von über­wie­gend mehr­jäh­ri­gen hei­mi­schen Arten zusam­men­ge­setzte Wild­blu­men­wie­sen besit­zen eine wich­tige Nah­rungs- und Habi­tat Funk­tion für zahl­rei­che Insek­ten – ins­be­son­dere Schmet­ter­linge, Wild­bie­nen und Käfer – und ermög­li­chen damit eine wich­tige Diver­si­fi­zie­rung von Lebens­räu­men. Zudem bie­ten sie einer Viel­zahl von Vogel­ar­ten, sowohl samenals auch insek­ten­fres­sen­den, gute Nahrungsquellen.

Vor die­sem Hin­ter­grund frage ich den Bezirksamtsleiter:
1. Wel­che Mög­lich­kei­ten hat der Bezirk Eims­büt­tel, die Anle­gung von Wild­blu­men­wie­sen auf öffent­li­chem Grund auch im städ­ti­schen Umfeld zu unterstützen?
2. Wel­che öffent­li­chen Grün­flä­chen ins­be­son­dere im urba­nen Umfeld eig­nen sich aus Sicht des Bezirks beson­ders für eine Aus­saat von Wildblumensamen?
3. Wel­che Mög­lich­kei­ten hat der Bezirk Eims­büt­tel, Pri­vat­per­so­nen bei der Anle­gung von Wild­blu­men­wie­sen zu unterstützen?

Zu 1. bis 3.:
Der Bezirk legt Wild­blu­men­wie­sen in den öffent­li­chen Grün­an­la­gen an und för­dert hier­durch die Arten­viel­falt im Stadt­grün und ver­bes­sert die Insek­ten­freund­lich­keit. Geeig­net sind sol­che Rasen- und Wie­sen­flä­chen in den öffent­li­chen Grün­an­la­gen, auf denen keine Beein­träch­ti­gun­gen durch denk­mal­pfle­ge­ri­sche Aspekte oder hohen Nut­zungs­druck durch die Bür­ge­rin­nen und Bür­ger bestehen. Wo es aus fach­li­cher Ein­schät­zung mög­lich und sinn­voll ist, wer­den diese Flä­chen als Lang­gras­wie­sen bewirt­schaf­tet. Wei­ter­hin gibt es seit 2003 die Mög­lich­keit für Dritte eine Grün­pa­ten­schaft zu über­neh­men. Im Rah­men der Paten­schaft wird der Bezirk bera­tend tätig.