Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners

Der Eichenprozessionsspinner breitet sich laut aktuellen Berichten auch in Hamburg seit mehreren Jahren leicht,
aber kontinuierlich aus. Begünstigt durch steigende Temperaturen findet die Art insbesondere in einer
eichenreichen Stadt wie Hamburg geeignete Lebensräume. Gleichzeitig gehen von den Raupen gesundheitliche
Risiken für die Bevölkerung aus, insbesondere durch ihre Brennhaare, die allergische Reaktionen und
Atemwegsbeschwerden verursachen können.
Die Bekämpfung erfolgt derzeit vor allem an Orten mit hoher Nutzung, etwa in Parks oder auf Spielplätzen,
während Naturschutzgebiete ausgenommen sind.
Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Situation im Bezirk Eimsbüttel darstellt und welche
Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung sowie zur weiteren Beobachtung und Eindämmung des Befalls
ergriffen werden.

Vor diesem Hintergrund fragen wir den Bezirksamtsleiter:

1. Wie viele Bäume waren in den Jahren 2023, 2024 und 2025 im Bezirk Eimsbüttel vom Befall mit dem
Eichenprozessionsspinner betroffen, und an welchen Standorten? Bitte einzeln nach Jahren und Standorten
aufführen.

Es liegen keine übergreifenden Daten zu Bäumen in verschiedenen Eigentumsverhältnissen
vor. Die vorhandenen Daten beziehen sich auf Bäume in der Zuständigkeit des Fachamtes
MR:

2. Wie hat sich der Befall mit dem Eichenprozessionsspinner im Bezirk Eimsbüttel in den vergangenen fünf
Jahren insgesamt entwickelt?

Es gibt im Bereich der Zuständigkeit MR einen Anstieg nach einem vorherigen Einbruch des
Befalls.

3. Welche Maßnahmen zur Bekämpfung bzw. Eindämmung des Eichenprozessionsspinners werden im Bezirk
Eimsbüttel derzeit ergriffen?

Es wurde mechanisches Absaugen und CATEFIX angewendet

4. In der Studie „Eichenprozessionsspinner im Drömling: Effizienz von Bekämpfungsmethoden und ihre
Auswirkungen auf die Biodiversität“ der Hochschule Anhalt wurden verschiedene neuartige
Bekämpfungsmethoden untersucht (z. B. BT-Toxine, EPS-Solve-Verfahren, Einsatz von Nematoden,
Anbringen von Nistkästen). Wurden entsprechende oder vergleichbare Methoden im Bezirk Eimsbüttel
erprobt? Wenn ja, mit welchen Ergebnissen? Wenn nein, aus welchen Gründen nicht?

In Eimsbüttel wurde bisher das Verkleben der Nester Methode CATEFIX mit positivem
Ergebnis durchgeführt.
Wenn ja, mit welchen Ergebnissen?
Die Methode CATEFIX hat sich bisher als geeignet erwiesen.
Wenn nein, aus welchen Gründen nicht?

5. Welche Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung bzw. Verhinderung einer weiteren Ausbreitung des
Eichenprozessionsspinners wurden seit 2021 im Bezirk Eimsbüttel umgesetzt?

Bekannt Standorte mit EPS-Befall werden im Folgejahr wieder begangen.
Es handelt sich hierbei um eine hamburgweite Aufgabe welche zentral gesteuert werden
muss um einen Effekt zu erzielen.

6. Werden in Parkanlagen, Waldflächen und auf Spielplätzen regelmäßige Kontrollen auf Befall durchgeführt
oder sind solche geplant? Wenn ja, wo und in welchen Intervallen erfolgen bzw. erfolgten diese Kontrollen?
Wenn nein, warum nicht?

Es erfolgen keine präventiven gesonderten Kontrollen auf Befall mit EPS. Im Zuge der
Routine Begehungen der Anlagen wird dies mitberücksichtigt.

Wenn ja, wo und in welchen Intervallen erfolgen bzw. erfolgten diese Kontrollen? Wenn
nein, warum nicht?

Hierfür gibt es bisher noch kein Erfordernis.

7. Wie wird die Bevölkerung über Vorkommen sowie gesundheitliche Risiken informiert?

Auf
https://www.hamburg.de/service/info/11386865/n0/

stellt die FHH Informationen bereit.

8. An welchen Standorten im Bezirk Eimsbüttel wurden Warnhinweise aufgestellt bzw. sind weitere
Beschilderungen geplant?

Beschilderungen werden bei Erfordernis aufgestellt. Dies war bisher noch nicht erforderlich.
Aktuell sind keine Beschilderungen geplant

9. Welche besonderen Schutzmaßnahmen werden an sensiblen Orten wie Kitas, Schulen, Spielplätzen und
stark frequentierten Grünanlagen ergriffen?

Das Fachamt Management des öffentlichen Raumes entfernt in seinem
Zuständigkeitsbereich die Nester an diesen Bereichen.

10. Welche zuständige Stelle im Bezirksamt Eimsbüttel ist Ansprechpartnerin für den Umgang mit Befall auf
privaten Flächen?

Wenn ein Befall auf einem privaten Grundstück vorliegt, sind die Eigentümerin oder
Eigentümer dafür verantwortlich, die Raupen auf eigene Kosten von einer Fachfirma
entfernen zu lassen. Das Pflanzenschutzamt berät dazu telefonisch unter der
Telefonnummer 040 428 41 5220.