Der Große Saal des Bezirks­am­tes Eims­büt­tel erhält einen Namen: nach dem Archi­tek­ten Fer­di­nand Streb

Raum 1275, der Große Saal des Bezirks­am­tes Eims­büt­tel, erhält einen Namen – nach dem Ham­bur­ger Archi­tek­ten Fer­di­nand Streb. „Die­ser Bau­meis­ter hat das Behör­den­bau­werk in den 50er Jah­ren im Rah­men des Grin­del­berg-Hoch­haus­pro­jekts errich­tet. Sein Name steht für den Wie­der­auf­bau nach dem Zwei­ten Welt­krieg und für die Bau­kul­tur der 50er Jahre“, so SPD-Frak­ti­ons­chef Rüdi­ger Rust und Initiator.

Der große Saal im 13. Stock über den Behör­den­eta­gen ist per Schnell­auf­zug und Pater­nos­ter für das Publi­kum gut zu errei­chen. Von hier aus eröff­net sich durch die bis auf den Boden gezo­ge­nen Fens­ter ein gran­dio­ser Weit­blick über den Bezirk. Nur für die­sen Saal hat der Bau­meis­ter in der Gestal­tung der ansons­ten gleich­mä­ßig geras­ter­ten Fas­sade, die demo­kra­ti­sche Gleich­heit sym­bo­li­sie­ren soll, eine Aus­nahme gemacht. Das im Juni 1953 ein­ge­weihte Gebäude wurde in der Presse als „Euro­pas moderns­tes Rat­haus“ gefeiert.

Ich freue mich, dass die­ser schöne Par­kett­saal, in dem die Bezirks­ver­samm­lung und neben vie­len ande­ren Gre­mien auch der Stadt­pla­nungs­aus­schuss tagt, nun einen wür­di­gen Namen erhält“, so Rust. „Mit der Benen­nung nach Fer­di­nand Streb wol­len wir nicht nur an den Bau­meis­ter des Bezirks­am­tes erin­nern, son­dern auch an die Zeit des Auf­baus, als am Grin­del­berg die erste Wohn­hoch­haus­sied­lung Deutsch­lands ent­stand, zu dem der Behör­den­bau gehört.“

Mit ihrer Hel­lig­keit, Leich­tig­keit, Ele­ganz und Trans­pa­renz stehe die von der Archi­tek­ten­gruppe Gesamt­an­lage Grin­del­berg, die an die küh­nen Hoch­haus­vi­sio­nen der 20er Jahre anknüpft, für das neue Lebens­ge­fühl im Nach­kriegs­deutsch­land und für das dama­lige Ver­ständ­nis für moderne Archi­tek­tur, lobte die Kul­tur­be­hörde das von der Archi­tek­ten­gruppe Hermkes, Lod­ders, Jäger, Traut­wein, Zess, San­der und Streb ent­wi­ckelte Gesamt-Ensem­ble und stellte es 1979 unter Denkmalschutz.

Fer­di­nand Streb hat mit sei­ner Archi­tek­tur aus viel Glas, hel­lem Beton und schwung­vol­len For­men im gesam­ten Ham­bur­ger Stadt­bild moderne, ele­gant-freund­li­che Akzente gesetzt. Zu sei­nen bekann­tes­ten Bau­ten zäh­len der Als­ter­pa­vil­lon, die Ver­si­che­rungs­ge­bäude am west­li­chen Als­ter­ufer an der Alten Raben­straße, das Haus des Sports an der Schä­fer­kamp­s­al­lee, das Cafe´ See­ter­ras­sen in Plan­ten un Blo­men und das Ver­lags­haus Axel Springer.

 

Für wei­tere Infor­ma­tio­nen steht Ihnen gern zur Verfügung:
Rüdi­ger Rust, Vor­sit­zen­der der SPD-Frak­tion Eims­büt­tel Mobil: 0151 – 50 42 97 71