Ent­wurf des Schul­ent­wick­lungs­plans 2019: Stel­lung­nahme der Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel nach §28 BezVG

Die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel nimmt nach­ste­hend Stel­lung zum vor­lie­gen­den Refe­ren­ten­ent­wurf des Schul­ent­wick­lungs­plans 2019.

Beschluss­vor­schlag

• Die Ent­schei­dung der Behörde für Schule und Berufs­bil­dung (BSB), den aus dem Jahr 2012 stam­men­den Schul­ent­wick­lungs­plan (SEPL) voll­stän­dig zu über­ar­bei­ten und auf die aktu­el­len und künf­ti­gen Bedürf­nisse aus­zu­rich­ten, wird begrüßt. Glei­ches gilt für die Absicht, an den bestehen­den Klas­sen­grö­ßen fest­zu­hal­ten und die bestehen­den Höchst­gren­zen beizubehalten. 

• Die schu­li­schen Pla­nungs­re­gio­nen sol­len, um Abstim­mungs­pro­bleme zu ver­mei­den, künf­tig den bezirk­li­chen Pla­nungs­re­gio­nen ange­gli­chen werden. 

• Es bedarf eines nach­voll­zieh­ba­ren Ver­fah­rens zur Über­lei­tung von Schü­le­rin­nen und Schü­lern in wei­ter­füh­rende Schulen. 

• Die Stand­ort­su­che zur Neu­grün­dung je einer Cam­pus-Stadt­teil­schule mit vier Stadt­teil­schul­zü­gen in den Stadt­tei­len Lok­s­tedt und Schnel­sen soll in enger Abstim­mung mit der Bezirks­ver­samm­lung und dem Bezirks­amt erfolgen.

• Das Kern­ge­biet Eims­büt­tels und seine beson­dere schu­li­sche Situa­tion soll wei­ter­hin im Blick behal­ten wer­den. Die Ein­rich­tung eines zusätz­li­chen wei­ter­füh­ren­den Schul­stand­or­tes an der Bun­des­straße 58 wird begrüßt.

• Maß­nah­men zur Inklu­sion müs­sen unter bezirk­li­cher Betei­li­gung ent­wi­ckelt und fort­ge­führt werden. 

• Für die Abstim­mung bau­li­cher Vor­ha­ben von Fach­be­hörde und Bezirk ist ein gemein­sa­mes Gre­mium wünschenswert. 

• Der Schul­ent­wick­lungs­plan soll 2024 fort­ge­schrie­ben werden.

Die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel begrüßt die Schul­ent­wick­lungs­pla­nung und ins­be­son­dere die Ent­schei­dung der Schul­be­hörde, die Pla­nun­gen für die staat­li­chen Grund­schu­len, Stadt­teil­schu­len und Gym­na­sien voll­stän­dig zu über­ar­bei­ten und den zu erwar­ten­den Ent­wick­lun­gen anzu­pas­sen. Ins­be­son­dere begrüßt die Bezirks­ver­samm­lung die Absicht der Fach­be­hörde, an den bestehen­den Klas­sen­grö­ßen fest­zu­hal­ten und die bestehen­den Höchst­gren­zen bei­zu­be­hal­ten. Wei­ter­hin sol­len maxi­mal 19 (in Stadt­tei­len mit sozial schwie­ri­gen Rah­men­be­din­gun­gen) bzw. 23 Schü­le­rin­nen und Schü­ler die Klas­sen der Grund­schu­len besu­chen. Ange­sichts stei­gen­der Gebur­ten­zah­len auf­grund der Attrak­ti­vi­tät Ham­burgs für junge Fami­lien durch die viel­fäl­ti­gen Ange­bote im Bereich der Kin­der­ta­ges­be­treu­ung, ins­be­son­dere des Rechts­an­spruchs auf kos­ten­freie Grund­be­treu­ung, und im Ganz­tags­be­reich ist eine wei­ter stei­gende Zahl von Schü­le­rin­nen und Schü­lern zu erwar­ten. Die Behörde für Schule und Berufs­bil­dung reagiert dar­auf mit der Grün­dung neuer Schu­len, dar­un­ter auch Grund­schu­len, und mit Zu- und Umbau­ten der bestehen­den Schu­len. In die­sem Zusam­men­hang wird auch für ein­zelne Grund­schu­len eine erhöhte Zügig­keit vorgesehen. 

Die Bezirks­ver­samm­lun­gen wur­den mit einem Schrei­ben der BSB vom 7. Mai 2019 um eine Stel­lung­nahme zum Refe­ren­ten­ent­wurf zum Schul­ent­wick­lungs­plan bis zum 16. August 2019 gebe­ten. Auf­grund von Rück­mel­dun­gen aus den Rei­hen der Bezirks­ver­samm­lun­gen, ins­be­son­dere mit Hin­weis auf die durch die Neu­wahl der Bezirks­par­la­mente erfor­der­li­che Kon­sti­tu­ie­rung, wurde diese Frist bis zum 30. August 2019 ver­län­gert. Nach Ein­gang der Stel­lung­nah­men aller zu befas­sen­den Gre­mien will die Depu­ta­tion der BSB vor­aus­sicht­lich bis zu den Herbst­fe­rien über den Schul­ent­wick­lungs­plan beschließen. 

1. Zuschnitt der schu­li­schen Planungsregionen 

Der Bezirk Eims­büt­tel hat mehr­fach dar­auf hin­ge­wie­sen, dass die schul­sei­ti­gen Zuschnitte nicht mit den Zuschnit­ten der Regio­nen für die Kom­mu­nal­po­li­tik und für die Jugend­hilfe im Bezirk kom­pa­ti­bel sind. Aus Sicht der Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel besteht wei­ter­hin Hand­lungs­be­darf bei der Lösung des Pro­blems, wel­cher Zuschnitt koope­ra­ti­ons­för­dernd für die Gestal­tung der künf­ti­gen Bil­dungs­land­schaft sein wird. Die kom­mu­nal­po­li­ti­sche Struk­tur und die soziale Infra­struk­tur im Bezirk Eims­büt­tel sind in drei Regio­nen gegliedert: 

• Region 1, Kern­ge­biet – mit den Stadt­tei­len Eims­büt­tel, Rother­baum, Har­ve­ste­hude und Hoheluft-West
• Region 2, Lok­s­tedt – mit den Stadt­tei­len Lok­s­tedt, Nien­dorf und Schnelsen
• Region 3, Stel­lin­gen – mit den Stadt­tei­len Eidels­tedt und Stellingen. 

Die loka­len Ange­le­gen­hei­ten wur­den bis­lang in den jeweils die­sen Regio­nen zuge­ord­ne­ten kom­mu­nal­po­li­ti­schen Aus­schüs­sen (Regio­nal­aus­schüsse: Kern­ge­biets­aus­schuss, Regio­nal­aus­schuss Lok­s­tedt und Stel­lin­gen) ver­han­delt. Diese regio­nale Zustän­dig­keit im Bil­dungs­be­reich hat sich bewährt und wird bei der Neu­fest­le­gung der Aus­schuss­struk­tur zwi­schen den Frak­tio­nen beach­tet wer­den. Die Regio­nen haben jeweils regio­nal zustän­dige ASD-Dienst­stel­len. Der Jugend­hilfe in der Region steht jeweils eine Regio­nal­lei­tung vor. Die Pla­nungs- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren sowie die Koope­ra­ti­ons­be­zie­hun­gen der sozia­len Infra­struk­tur sind über­wie­gend an die­sen Regio­nen ausgerichtet.

Die Gren­zen der 2009 geschaf­fe­nen vier Regio­nen der Schul­ent­wick­lungs­pla­nung schnei­den hin­ge­gen die Gren­zen der seit lan­ger Zeit bestehen­den bezirk­li­chen Regio­nen im Bezirk Eimsbüttel: 

• Die RSK-Region 8 durch­schnei­det den Stadt­teil Eims­büt­tel und umfasst nur einen Teil des Kern­ge­biets (Stadt­teile Rother­baum, Har­ve­ste­hude, Hoheluft-West).
• Die RSK-Region 9 umfasst einen Teil des Kern­ge­biets sowie einen Teil der Region Stellingen.
• Die RSK-Region 10 umfasst nur einen Teil des Regio­nal­be­rei­ches Lok­s­tedt (Stadt­teile Lok­s­tedt und Niendorf).
• Die RSK-Region 11 umfasst einen Teil der Region Lok­s­tedt (Stadt­teil Schnel­sen) und einen Teil der Region Stel­lin­gen (Stadt­teil Eidelstedt). 

Diese Auf­tei­lung hat sich aus Sicht der Bezirks­ver­samm­lung für die erfor­der­li­chen Kom­mu­ni­ka­ti­ons­struk­tu­ren und Koope­ra­ti­ons­be­zie­hun­gen zwi­schen den Schu­len und dem außer­schu­li­schen Bereich als wenig zweck­dien­lich erwie­sen. So hat sich die Steue­rungs­gruppe Regio­nale Bil­dungs­kon­fe­ren­zen im Bezirk Eims­büt­tel für die flä­chen­de­ckende Ein­rich­tung Loka­ler Bil­dungs­kon­fe­ren­zen (LBK) auf der Basis der Stadt­teile ent­schie­den und auf die­ser Grund­lage wer­den auch die rele­van­ten Pla­nungs­da­ten gene­riert. Die Gren­zen der Schul­re­gio­nen sind also im Sinne einer gemein­sa­men Pla­nungs­grund­lage und auch im Sinne des künf­ti­gen Sozi­al­mo­ni­to­rings in der Stadt sobald als mög­lich den bezirk­li­chen Regio­nen anzupassen.

2. Modell­grund­schu­len Klasse 1–6

Im Bezirk Eims­büt­tel sind zwei Grund­schu­len im Schul­jahr 10/11 als Modell­pro­jekte der sechs­stu­fi­gen Grund­schule gestar­tet (Region 9 – Grund­schule Rel­lin­ger Straße und Region 10 – Grund­schule Vizelin­straße). Der Schul­ver­such ist auf zehn Jahre ange­legt und bedarf natur­ge­mäß, nicht zuletzt bei der Über­lei­tung der Schü­ler und Schü­le­rin­nen der 6ten Klas­sen in die umlie­gen­den wei­ter­füh­ren­den Schu­len, der beson­de­ren Unter­stüt­zung durch die Fach­be­hörde. Ins­be­son­dere die Grund­schule Rel­lin­ger Straße wird als Modell­grund­schule 1–6 auf­grund ihrer beson­de­ren Qua­li­tä­ten von Fami­lien in Eims­büt­tel sehr gut ange­nom­men. Aus bezirk­li­cher Sicht dient ein Schul­ver­such einer modell­haf­ten Erpro­bung neuer Vor­ge­hens­wei­sen und bedarf auch wei­ter­hin einer aus­führ­li­chen qua­li­ta­ti­ven Beglei­tung und Evaluierung.

3. Wei­ter­füh­rende Schu­len in jedem Stadtteil 

Aus Sicht der Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel ist es sinn­voll, dass in jedem Stadt­teil min­des­tens eine wei­ter­füh­rende Schule mit einer Ober­stufe vor­han­den ist. Das Ange­bot einer wei­ter­füh­ren­den Schule ist ein posi­ti­ver Stand­ort­fak­tor für den Stadt­teil, beein­flusst ggf. Wohn­ort­ent­schei­dun­gen von Eltern und kann posi­ti­ven Ein­fluss auf die soziale Durch­mi­schung im Stadt­teil haben. Bei direk­tem Bezug zum Stadt­teil kann ein sol­cher Schul­stand­ort durch koope­ra­tiv ent­wi­ckelte Nut­zung zu einem Ort des Gemein­we­sens mit viel­fäl­ti­gen Ange­bo­ten aus­ge­stal­tet wer­den und damit zu bes­se­ren Bil­dungs­chan­cen und mehr Bil­dungs­ge­rech­tig­keit beitragen.
Vor­ran­gig zu betrach­ten ist der bis­her unter­ver­sorgte Bereich Burg­we­del/­Schnel­sen-Nord. Die Bezirks­ver­samm­lung begrüßt daher die vor­ge­se­hene Neu­grün­dung einer Cam­pus-Stadt­teil­schule mit vier Stadt­teil­schul­zü­gen im Stadt­teil Schnelsen.

Die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel setzt sich dafür ein, die Schu­len im Bezirk so auf­zu­stel­len, dass sie künf­tig in ver­stärk­tem Maße als offene Orte im Stadt­teil begrif­fen wer­den. Dies schließt die öffent­li­che Benut­zung von Schul­hö­fen ebenso ein wie die Nut­zung von Räum­lich­kei­ten wie z.B. Sport­hal­len durch Ver­eine außer­halb der Schul­zei­ten. Die Behörde für Schule und Berufs­bil­dung wird daher gebe­ten, im Pro­zess der Neu- und Umpla­nun­gen von Schul­stand­or­ten ent­spre­chende bau­li­che und orga­ni­sa­to­ri­sche Vor­aus­set­zun­gen für eine ver­stärkte Öff­nung der Schu­len in den jewei­li­gen Stadt­teil zu schaffen.

4. Neu­grün­dung von Schul­stand­or­ten im Bezirk Eimsbüttel 

Bei der Ent­wick­lung der Schü­ler­zah­len im Bezirk Eims­büt­tel wird eine Stei­ge­rung von ins­ge­samt 19,5 Pro­zent bis zum Jahr 2030 erwar­tet, wobei im Bereich der Grund­schu­len mit einem Wachs­tum von 23 Pro­zent und im wei­ter­füh­ren­den Bereich von einem Zuwachs in Höhe von rd. 17,5 Pro­zent aus­ge­gan­gen wird. Die­sem Zuwachs müs­sen Fach­be­hörde und Bezirks­po­li­tik mit einer vor­aus­schau­en­den Pla­nung Rech­nung tragen.

Zur Ver­sor­gung der stei­gen­den Schü­ler­zah­len wird den Vor­schlä­gen der Fach­be­hörde zur Her­rich­tung eines Grund­schul­stand­or­tes an der Ise­straße (2,5zügig) und zur Ein­rich­tung eines zusätz­li­chen wei­ter­füh­ren­den Schul­stand­orts an der Bun­des­straße 58 – unter Vor­aus­set­zung einer ange­mes­se­nen und bedarfs­ge­rech­ten Sanie­rung der Unter­richts­räume – gefolgt, wenn­gleich die Bal­lung von Gym­na­sien im Kern­ge­biet kri­tisch gese­hen wird und vor die­sem Hin­ter­grund eine Stadt­teil­schule geeig­ne­ter erscheint. Anzu­stre­ben ist, dass der neue Stand­ort in der Region 8 keine Schü­ler aus den umlie­gen­den Stadt­teil­schu­len zieht und so deren Stand­orte gefährdet.
In der Region 9 wird in der Schwencke­straße die drei­zü­gige Wolf­gang-Bor­chert-Schule neu gegrün­det und der Schul­stand­ort in der Tele­mann­straße nach Sanie­rung als eigen­stän­di­ger vier­zü­gi­ger Grund­schul­stand­ort geführt. 

Für die Region 10 begrüßt die Bezirks­ver­samm­lung die vor­ge­se­hene Neu­grün­dung einer wei­ter­füh­ren­den Cam­pus-Stadt­teil­schule mit drei Stadt­teil­schul­zü­gen. Die Suche nach einem geeig­ne­ten Stand­ort im wei­ter­hin wach­sen­den Stadt­teil Lok­s­tedt soll in enger Koope­ra­tion mit der Bezirks­ver­samm­lung und dem Bezirks­amt erfolgen.
Für die Region 11 begrüßt die Bezirks­ver­samm­lung die vor­ge­se­hene Neu­grün­dung einer wei­ter­füh­ren­den Cam­pus-Stadt­teil­schule mit vier Stadt­teil­schul­zü­gen in Schnel­sen. Die Suche nach einem geeig­ne­ten Stand­ort soll in enger Koope­ra­tion mit der Bezirks­ver­samm­lung und dem Bezirks­amt erfolgen.

5. Umbau und Zubau von Schulstandorten

Der Neu­bau von Woh­nun­gen sowie die Ent­wick­lung von Flä­chen für den Woh­nungs­bau, zum Bei­spiel in Stadt­tei­len wie Lok­s­tedt und Stel­lin­gen, sorgt im gesam­ten Bezirk Eims­büt­tel für Zuzug, was Mehr­be­darf in den Schu­len zur Folge hat. Die geplan­ten Umbau­ten und Zubau­ten an ein­zel­nen Schul­stand­or­ten sol­len mit den bau­li­chen Ent­wick­lungs­vor­ha­ben des Bezir­kes abge­stimmt wer­den. Um ins­be­son­dere das räum­li­che Leit­bild Eims­büt­tel 2040 im Schul­ent­wick­lungs­pro­zess im Blick zu behal­ten, hält die Bezirks­ver­samm­lung eine enge Zusam­men­ar­beit zwi­schen den bezirk­li­chen Gre­mien und der Behörde für Schule und Berufs­bil­dung für erfor­der­lich. Auch vor dem Hin­ter­grund des Eims­büt­te­ler Woh­nungs­bau­pro­gramms und den Pla­nun­gen zu Spiel‑, Sport- und Auf­ent­halts­flä­chen ist eine Gesamt­ab­stim­mung der Pla­nun­gen unab­ding­bar. Bei Umbau- und Zubau­maß­nah­men soll der Bedarf nach Ruhe­räu­men, Dif­fe­ren­zie­rungs­räu­men und Mensa etc. ebenso berück­sich­tigt wer­den wie der Zuwachs an Fach- und Unterrichtsräumen.

Im Sinne guter Lehr- und Lern­be­din­gun­gen ist auch im Falle einer vor­ge­se­he­nen Erhö­hung der Zügig­keit von Schu­len zu berück­sich­ti­gen, dass aus­rei­chend Flä­chen nach dem Mus­ter­flä­chen­pro­gramm zur Ver­fü­gung ste­hen. Dies schließt den bedarfs­ge­rech­ten Aus­bau der Essensbereiche/​Mensen ein.

In der Region 8 sind in der Schule An der Ise­bek (Bis­marck­str. 83/​Bundestr. 98) sowie in der Schule Turm­weg und im Wil­helm-Gym­na­sium Bau­maß­nah­men in Rea­li­sie­rung, nach deren Fer­tig­stel­lung die Schule An der Ise­bek vier- bis fünf­zü­gig aus­ge­legt wer­den soll.

Bei der Ida-Ehre-Schule, der ein­zi­gen Stadt­teil­schule der Region, ist die Sekun­dar­stufe I am Stand­ort Bogen­straße als sie­ben­zü­gige Ganz­tags­schule geplant, die ab der 7. Jahr­gangs­stufe in ein­zel­nen Jahr­gän­gen auch acht Par­al­lel­klas­sen füh­ren soll. Ange­sichts der beson­de­ren Bedarfe der Schule als Schwer­punkt­schule der Inklu­sion und der begrenzt vor­han­de­nen räum­li­chen Kapa­zi­tä­ten bzw. der his­to­risch beding­ten Raum­si­tua­tion mit rela­tiv klei­nen Klas­sen­räu­men erscheint die Ziel­vor­gabe schwer­lich rea­li­sier­bar. Die Bezirks­ver­samm­lung ersucht daher die BSB, die vor­ge­se­he­nen Pla­nun­gen im Dia­log mit der Schul­ge­mein­schaft zu über­ar­bei­ten. Das glei­che gilt für den geplan­ten Aus­bau des Gym­na­si­ums Kai­ser-Fried­rich-Ufer zur 4,5‑Zügigkeit, wo gleich­falls kein Zubau geplant ist.

In der Region 9 soll die Stadt­teil­schule Stel­lin­gen nach Fer­tig­stel­lung der Erwei­te­rungs- und Umbau­ten dau­er­haft am Stand­ort Brehm­weg zusam­men­ge­führt wer­den. An allen Schu­len im Bereich Eims­büt­tel-West und Stel­lin­gen ist eine erhöhte Zügig­keit vor­ge­se­hen, der mit einer vor­aus­schau­en­den Raum­pla­nung begeg­net wer­den muss.
Auch im Bereich 10 (Lok­s­tedt und Nien­dorf) ist auf­grund der Gebur­ten­ra­ten und der Aus­wei­sung neuer Wohn­quar­tiere von einer Stei­ge­rung der jähr­li­chen Grund­schul­an­mel­dun­gen aus­zu­ge­hen. Aus die­sem Grund sind im Rah­men einer Erhö­hung der Zügig­keit an den Stand­or­ten Sach­sen­weg, Döhrn­straße, Seth­weg, Vizelin­straße sowie der Stadt­teil­schule Nien­dorf Bau­maß­nah­men in der Prü­fung bzw. Rea­li­sie­rung. Hier erwar­tet die Bezirks­ver­samm­lung eine rasche Umset­zung der vor­ge­se­he­nen Maßnahmen.
Bei den Gym­na­sien Bond­en­wald und Cor­vey­straße sind Bau­maß­nah­men in der Rea­li­sie­rung bzw. Erwei­te­rungs­mög­lich­kei­ten in der Prü­fung, wobei im Falle des Gym­na­si­ums Cor­vey­straße ange­sichts der schon bestehen­den fak­ti­schen Fünf­zü­gig­keit von Jahr­gang 5 bis 10 eine schnelle Ent­schei­dung hin­sicht­lich der Erwei­te­rungs­mög­lich­kei­ten wün­schens­wert ist.

In der Region 11 mit den Stadt­tei­len Eidels­tedt und Schnel­sen ist auf­grund der Gebur­ten­ra­ten gleich­falls eine Stei­ge­rung der jähr­li­chen Ein­schu­lun­gen zu erwar­ten. Um die vor­ge­se­hene Erhö­hung der Zügig­keit zu errei­chen, sind an den Stand­or­ten Anna-Susanna-Stieg und Froh­m­e­straße (4 auf 5‑zügig), Hei­da­cker (3 auf 4‑zügig) sowie am Gym­na­sium Dörps­weg (4 auf 5‑zügig) Bau­maß­nah­men erfor­der­lich. Auch hier erwar­tet die Bezirks­ver­samm­lung eine rasche Umset­zung der vor­ge­se­he­nen Maßnahmen.

6. Inklu­sion

Die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel geht davon aus, dass beim Thema Inklu­sion umfas­sende schul­in­terne und schul­flan­kie­rende Maß­nah­men not­wen­dig sein wer­den, die sich auch direkt in den Stadt­tei­len bzw. in den Sozi­al­räu­men aus­wir­ken wer­den und somit unter Mit­wir­kung der bezirk­li­chen Gre­mien geplant und umge­setzt werden.

7. Schul­weg­si­cher­heit

Die Bezirks­ver­samm­lung weist dar­auf hin, dass eine umfas­sende Schul­ent­wick­lungs­pla­nung das räum­li­che Umfeld der Schu­len betrach­ten und eine bedarfs­ge­rechte Infra­struk­tur auch auf den Schul­we­gen zum Ziel haben sollte, so dass Schü­le­rin­nen und Schü­ler sicher und selbst­stän­dig zur Schule kom­men. Es wird davon aus­ge­gan­gen, dass wei­ter­hin das Ziel ver­folgt wird, für alle Schu­len in Eims­büt­tel Schul­weg­pläne zu erar­bei­ten, um sichere Schul­wege aus­zu­wei­sen, Eng­pässe und Gefah­ren­stel­len zu iden­ti­fi­zie­ren und not­falls zu beseitigen.

8. Gel­tungs­dauer des vor­lie­gen­den Schulentwicklungsplanes 

Die Fest­le­gung einer Gel­tungs­dauer für den vor­lie­gen­den Schul­ent­wick­lungs­plan würde allen Betei­lig­ten eine höhere Pla­nungs­si­cher­heit und mehr Klar­heit hin­sicht­lich der erfor­der­li­chen Ent­wick­lungs­schritte bie­ten. Die zeit­li­che Abseh­bar­keit wei­te­rer Ent­wick­lungs­schritte sorgt für die Ein­hal­tung und Umset­zung von Aus­wer­tungs­maß­nah­men und sichert die Ein­bin­dung der bezirk­li­chen Ebene in die wei­tere Ent­wick­lung. Aus bezirk­li­cher Sicht ist eine zeit­li­che Begren­zung des Schul­ent­wick­lungs­pla­nes auf fünf Jahre, also 2019 – 2024, ange­mes­sen. Kann dies nicht umge­setzt wer­den, sollte es zum Jahr 2024 eine Aus­wer­tung der Schul­ent­wick­lun­gen im Bezirk inklu­sive einer Pro­gnose der zu erwar­ten­den bzw. nöti­gen Wei­ter­ent­wick­lun­gen geben.
Im Übri­gen schließt sich die Bezirks­ver­samm­lung der Stel­lung­nahme des Bezirks­amts Eims­büt­tel (Druck­sa­che 21–0066) an.

Ernst Chris­tian Schütt, Gabor Gott­lieb, Ines Schwarza­rius, Koo­rosh Armi, Moritz Alt­ner, Dag­mar Bahr, Ralf Mei­burg, Dr. Ann-Kath­rin Rie­gel, Pau­lina Rügge, Janina Sat­zer, Annika Urban­ski und Torge Urban­ski (SPD-Frak­tion)