Erhalt des kos­ten­freien schul­zahn­ärzt­li­chen Diens­tes für alle Kinder

Antrag der SPD, CDU und DIE LINKE

Sach­ver­halt
Durch den schul­zahn­ärzt­li­chen Dienst wer­den pro Jahr ca. 80.000 Kin­der in den Kitas, Vor­schu­len, Grund­schu­len und För­der­schu­len ver­sorgt. Die Bera­tun­gen und Unter­su­chun­gen sind kos­ten­frei und fin­den für alle Schul­kin­der von der Vor­schule bis ein­schließ­lich 6. Klasse ein­mal im Jahr statt. Bei den Ter­mi­nen wer­den Zahn­sta­tus und Fehl­stel­lun­gen der Zähne wer­den erfasst und aus­ge­wer­tet. Außer­dem werde die Kin­der und wenn nötig die Eltern über die Zahn­pflege oder nötige Zahn­be­hand­lun­gen informiert.

Kin­der, die bei Rei­hen­un­ter­su­chun­gen auf­fäl­lig wer­den, erhal­ten die Mög­lich­keit zur Teil­nahme am Kari­es­pro­phy­la­xe­pro­gramm. Der­zeit neh­men ca. 11.000 Kin­der hieran teil. Hier­mit wer­den eine Kari­es­re­duk­tion, eine ver­bes­serte Mund­hy­giene und ein höhe­rer Sanie­rungs­grad erreicht.

Ein Groß­teil der Kos­ten für die­ses Ange­bot wird von den Ham­bur­ger Kran­ken­kas­sen und dem zahn­ärzt­li­chen Berufs­ver­band getra­gen. Der ver­blei­bende Teil wird durch die Freie und Han­se­stadt Ham­burg erbracht und ist orga­ni­sa­to­risch bei den Bezirks­äm­tern angesiedelt.

In dem vom Senat geplan­ten Spar­pa­ket wurde erst über eine Abschaf­fung des schul­zahn­ärzt­li­chen Diens­tes dis­ku­tiert, nun ist eine „Neu­kon­zep­tion“ angedacht.

Die Prä­ven­tion bei der Zahn­ge­sund­heit und die Ver­mei­dung lang­fris­ti­ger nach­tei­li­ger Fol­gen für alle Kin­der sollte bei der ange­dach­ten Neu­kon­zep­tion obers­tes Ziel sein. Ebenso natür­lich die mög­lichste weite Ver­brei­tung die­ses Ange­bots. Kos­ten für Kin­der und Eltern oder andere Hin­der­nisse dür­fen nicht auf­ge­baut werden.

Beschluss­vor­schlag
Die Bezirks­ver­samm­lung spricht sich für den Erhalt des schul­zahn­ärzt­li­chen Diens­tes in Form eines kos­ten­freien Ange­bo­tes mit jähr­li­chen Unter­su­chun­gen für alle Kin­der bis ein­schließ­lich zur 6. Klasse aus. Der Vor­sit­zende der Bezirks­ver­samm­lung und der Bezirks­amts­lei­ter wer­den gebe­ten sich hier­für einzusetzen.

Gabor Gott­lieb, Char­lotte Nendza und Fraktion