Im Grindelviertel gehört die Parkplatzsuche für viele Menschen zum Alltag – gerade abends, wenn viele nach Hause kommen. Gleichzeitig bietet das Quartier aber auch eine Chance, die den Parkdruck spürbar reduzieren kann: Die Universität Hamburg verfügt über mehrere Parkflächen, die außerhalb der Dienstzeiten überwiegend ungenutzt sind.
Mit einem Antrag in der heutigen Bezirksversammlung schlägt die Eimsbütteler Koalition aus SPD und GRÜNEN deshalb vor, diese Parkplätze in den Abend- und Nachtstunden auch Anwohnenden zugänglich zu machen. So könnten bestehende Flächen sinnvoll doppelt genutzt werden.
„Das Potenzial liegt direkt vor unserer Haustür“, erklärt Gabor Gottlieb, Vorsitzender der SPD-Fraktion Eimsbüttel. „Wenn Parkplätze nachts leer bleiben, während Menschen im Quartier verzweifelt suchen, ist das weder effizient noch zeitgemäß. Stattdessen können wir intelligent organisieren und Flächen dort freigeben, wo sie bereits vorhanden sind. So schaffen wir Entlastung ohne Aufwand – und mit großem Nutzen für die Anwohnenden.“
Geeignet sind nach Gottlieb insbesondere die Parkflächen an der Bundesstraße, am Papendamm sowie am Martin-Luther-King-Platz. Sie verfügen über klare Abgrenzungen und eignen sich daher besonders gut für eine geregelte, zeitlich begrenzte Mitnutzung.