Park­raum­si­tua­tion im Generalsviertel

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG der Mit­glie­der der Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel, Koo­rosh Armi, Moritz Alt­ner und Gabor Gott­lieb (SPD-Frak­tion)

Das sog. Gene­rals­vier­tel, zwi­schen Ise­bek-Kanal und Gärt­ner­straße im Stadt­teil Hohe­luft-West gele­gen, ist ein hoch­ver­dich­te­tes Wohn­ge­biet. Wie viele Stra­ßen im Eims­büt­te­ler Kern­ge­biet wei­sen auch die das Gene­rals­vier­tel prä­gen­den Stra­ßen­züge einen hohen Park­druck auf. Inten­si­ves Par­ken von PKW auf bei­den Sei­ten der Fahr­bahn sowie die Viel­zahl an abge­stell­ten Fahr­rä­dern im Geh­weg­be­reich füh­ren dazu, dass die Geh­wege an vie­len Stel­len eng sind, was das Durch­kom­men vor allem von bewe­gungs­ein­ge­schränk­ten Fuß­gän­ge­rin­nen und Fuß­gän­gern sowie Eltern mit Kin­der­wa­gen erschwert. Um mehr Raum für Fahr­rad­bü­gel ein­zu­rich­ten, wird durch das Bezirks­amt Eims­büt­tel der­zeit eine Umge­stal­tung der Park­stände in den Stra­ßen Roon­straße, Gnei­sen­au­straße, Kott­witz­straße, Molt­ke­straße und Wran­gel­straße vorgenommen.

Vor­be­mer­kung:
Die Ände­rung der Park­aus­rich­tung in der Roon­straße erfolgt nach ver­kehrs­be­hörd­li­cher Anord­nung des ört­li­chen Poli­zei­kom­mis­sa­ri­ats, da sich in der Straße mehr­fach Müll­fahr­zeuge fest­ge­fah­ren hät­ten und die glei­che Gefahr für Feu­er­wehr­fahr­zeuge bestünde. Alle Maß­nah­men basie­ren auf einer Beschluss­lage der Bezirks­ver­samm­lung (DRS-21–1420). Die nach­fol­gen­den Aus­füh­run­gen wur­den bereits vom Bezirks­amt im Mobi­li­täts­aus­schuss vor­ge­stellt. Der­zeit wer­den die Pläne vor­be­rei­tet, die auf der Inter­net­seite den Anlie­gern prä­sen­tiert wer­den. Es folgt die Erstel­lung der Inter­net­seite, die Betei­li­gung der Anlie­ger sowie die Ergeb­nis­si­che­rung und Ergeb­nis­vor­stel­lung im Mobi­li­täts­aus­schuss. Nach­dem die Abstim­mung zur Rei­hen­folge der bau­li­chen Umset­zung statt­ge­fun­den hat, kön­nen die Arbei­ten beauf­tragt werden.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir den Bezirksamtsleiter:

1. Wie wur­den bzw. wer­den die Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner über die geplan­ten informiert?

Vor der bau­li­chen Umset­zung in der Roon­straße (Nord): erhal­ten die betrof­fe­nen Anlie­ger eine Anlie­ger­infor­ma­tion in Papier­form. Die Auf­stel­lung der Fahr­rad­bü­gel ist bereits beauf­tragt (Bau­aus­füh­rung: Februar/​März 2021).
Bei den rest­li­chen Stra­ßen wird das Bezirks­amt, wie bereits oben beschrie­ben, Pläne vor­be­rei­ten, die auf einer Inter­net­seite den Anlie­gern vor­ge­stellt wer­den. Ähn­lich wie in der Roon­straße sol­len auch hier brei­tere Geh­weg­brei­ten erreicht wer­den. Dies kann eben­falls durch die Ände­rung der Park­aus­rich­tun­gen gesche­hen. Die Anlie­ger wer­den über Anlie­ger­infor­ma­tio­nen auf die Inter­net­seite gelei­tet (über: Inter­net-Link, QR-Code), wo sie dazu auf­ge­ru­fen wer­den, Anmer­kun­gen und Stel­lung­nah­men – Bezug neh­mend auf die jewei­lige Planung/​Straßenabschnitt – abzu­ge­ben. Es wird ein ent­spre­chen­des E‑Mail-Post­fach ein­ge­rich­tet wer­den. Die­ser Betei­li­gungs­pro­zess wird ab Anfang/​Mitte April statt­fin­den kön­nen, wenn die Pläne und der Inter­net­auf­tritt final abge­stimmt sind.

2. Wie viele Fahr­rad­bü­gel sol­len in den genann­ten Stra­ßen instal­liert werden?

Roon­straße (Nord): 74
Roon­straße (Süd): 70
Gnei­sen­au­straße: 89
Kott­witz­straße: 89
Wran­gel­straße: 89
Molt­ke­straße: 90
Gesamt: 501

Die durch die neue Park­aus­rich­tung gewon­ne­nen Neben­flä­chen sol­len dem Geh­weg zuge­schrie­ben wer­den. Teile davon sol­len mit Fahr­rad­bü­geln aus­ge­stat­tet und als Fahr­rad­par­ken genutzt wer­den. Es wer­den zusätz­lich Berei­che für Las­ten­rä­der ermit­telt und in der Pla­nung berück­sich­tigt. Die Roon­straße (Nord) wird Ende Februar umge­baut. Nach der oben beschrie­be­nen Betei­li­gung (siehe Punkt 1) und der Vor­stel­lung der Betei­li­gungs­er­geb­nisse im AM, kann die bau­li­che und gestal­te­ri­sche Umset­zung der wei­te­ren Stra­ßen schritt­weise durch­ge­führt werden.

3. Geht mit der Umge­stal­tung der Park­stände eine Ver­brei­te­rung der Geh­wege einher?

Ziel­set­zung: Mit der Umge­stal­tung der Park­stände wer­den die zwi­schen den Bäu­men zuvor (oft regel­wid­rig) als Kfz-Auf­stell­flä­che genutz­ten Berei­che mit Fahr­rad­bü­geln aus­ge­stat­tet. Die par­ken­den Kfz ragen der­zeit in den Geh­weg­be­reich. Diese Pro­ble­ma­tik wird mit einer der­ar­ti­gen Umge­stal­tung beho­ben. Die neuen Park­aus­rich­tun­gen sol­len in allen Stra­ßen längs zur Fahr­bahn und über­wie­gend am Fahr­bahn­rand ange­ord­net wer­den. In eini­gen Stra­ßen, in denen auf­grund der begrenz­ten Fahr­bahn­brei­ten ein durch­ge­hen­des Par­ken am Fahr­bahn­rand nicht mög­lich ist, wird das halb­sei­tige Geh­weg­par­ken (Längs­aus­rich­tung) geprüft. Die gewon­ne­nen Neben­flä­chen wer­den den Geh­we­gen und dem Fahr­rad­par­ken zuge­schrie­ben. Mit der neuen Anord­nung der Park­stände geht somit eine Ver­brei­te­rung der Geh­wege ein­her. In den Berei­chen zwi­schen den Bäu­men wer­den die Geh­weg­be­rei­che 1,00 – 1,50 m brei­ter, sodass sich ent­ge­gen­kom­mende Fuß­gän­ger gut ein­an­der vor­bei­ge­hen können.

4. Wie viele PKW-Stell­plätze ent­fal­len im Zuge der Maß­nah­men in den genann­ten Straßen?

Roon­straße (Nord): +7 Park­stände (Bereits beauftragt)
Roon­straße (Süd): +6 Park­stände (erste Planungskalkulation)
Gnei­sen­au­straße: ‑55 Park­stände (erste Planungskalkulation)
Kott­witz­straße: ‑51 Park­stände (erste Planungskalkulation)
Wran­gel­straße: ‑1 Park­stand (erste Planungskalkulation)
Molt­ke­straße: +18 Park­stände (erste Planungskalkulation)
Gesamt: ‑76 Parkstände