Sport­ent­wick­lungs­plan – Wie wer­den die Bezirke beteiligt?

Anfrage nach § 27 BezVG der Mit­glie­der der Bezirks­ver­samm­lung, Herrn Marc Schem­mel, Herrn Rüdi­ger Rust, Frau Anne Schum, Frau Jutta Sei­fert, Herrn Gabor Gott­lieb – SPD-Fraktion

Die Anfrage wird – von der Behörde für Kul­tur, Sport und Medien – wie folgt beant-wortet:

Im Koali­ti­ons­ver­trag zwi­schen CDU und GAL wird aus­ge­führt, dass ein Sport­ent­wick­lungs­plan erstellt wer­den soll, um res­sort­über­grei­fend Per­spek­ti­ven für eine gezielte Wei­ter­ent­wick­lung des Sports zu formulieren.
Die Aus­schrei­bung sollte ab Anfang März erfol­gen; bis Ende 2009 soll eine Bestands­auf­nahme der Sporteinrichtungen/​ Ziel­grup­pen­be­dürf­nisse und bis Ende 2010 die Kon­zept­ent­wick­lung für Sport­stät­ten erfol­gen. Die Umset­zung ist für die Jahre 2011 bis 2015 vorgesehen.
In den Ham­bur­ger Bezir­ken und Stadt­tei­len gibt es unter­schied­lich aus­ge­prägte Bedarfe und zu berück­sich­ti­gende Ziel­grup­pen. Bei der Auf­stel­lung eines Sport­ent­wick­lungs­pla­nes soll­ten daher die Bezirks­äm­ter und Bezirks­gre­mien ange­mes­sen betei­ligt und deren Kom­pe­ten­zen und Erfah­run­gen mit ein­be­zo­gen werden.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die Verwaltung:

1. Im Sport­ent­wick­lungs­plan sol­len Per­spek­ti­ven für eine gezielte Wei­ter­ent­wick­lung des Sports res­sort­über­grei­fend for­mu­liert werden.

a)Welche kon­kre­ten Ziele und wel­che Per­spek­ti­ven für die Sport­ent­wick­lung sol­len mit dem Sport­ent­wick­lungs­plan ver­folgt werden?

b) Bis wann soll der Sport­ent­wick­lungs­plan fer­tig gestellt sein?

c) Wel­che „Res­sorts“ sol­len in wel­cher Form ein­ge­bun­den werden?

Zu 1.:
a) Die Freie und Han­se­stadt Ham­burg wird in den Jah­ren 2009 und 2010 unter wis­sen­schaft­li­cher Beglei­tung eine Sport­ent­wick­lungs­pla­nung erar­bei­ten. Grund­lage die­ser Pla­nung sind das Sport­ver­hal­ten und die Sport­be­dürf­nisse der Ham­bur­ger Bevöl­ke­rung und die dar­aus resul­tie­ren­den Anfor­de­run­gen für ein zeit­ge­mä­ßes Sport­trei­ben sowie des­sen Rah­men­be­din­gun­gen (Zustän­dig­kei­ten, Auf­ga­ben­ver­tei­lung, Infra­struk­tur). Zu deren Ana­lyse sol­len alle not­wen­di­gen Daten erfasst bzw. neu erho­ben wer­den. Dar­auf auf­bau­end sol­len Lösungs­vor­schläge ent­wi­ckelt wer­den, wie mög­lichst vie­len Men­schen in Ham­burg die posi­tive Wir­kung des Sports zugute kom­men kann. Um die­ses Ziel zu errei­chen, steht am Ende des Pro­zes­ses ein Kon­zept mit kon­kre­ten und sozi­al­räum­lich dif­fe­ren­zier­ten sowie adres­sa­ten­ge­rech­ten Umset­zungs­stra­te­gien und einem struk­tu­rier­ten Maß­nah­men­plan für alle Akteure des Sports in Hamburg.

b) Der Sport­ent­wick­lungs­plan soll bis zum 31. Dezem­ber 2010 fer­tig gestellt sein.

c) Sport ist ein Quer­schnitts­thema, daher berührt die Sport­ent­wick­lung unter­schied­li­che Res­sorts. Ins­be­son­dere sind neben dem Sport­be­reich die Berei­che Gesund­heit, Stadt­ent­wick­lung, Bau, Schule, Kita, Jugend, Sozia­les, Wis­sen­schaft, Inte­gra­tion und Fami­lie, berührt. Die Res­sorts wer­den durch die Len­kungs- und Pro­jekt­gruppe betei­ligt und im wei­te­ren Ver­fah­ren durch Exper­ten in the­ma­ti­schen Arbeits­grup­pen eingebunden.

2. Der Pro­zess soll durch eine Projektgruppe/​ einen Bei­rat beglei­tet werden.

a) Wann wurde/​ wird der Bei­rat eingerichtet?

b) Wie wird der Bei­rat in den Pro­zess der Sport­ent­wick­lungs­pla­nung eingebunden?

c) Wer gehört dem Bei­rat an und in wel­cher Funk­tion bzw. wer soll dem Bei­rat ange­hö­ren und in wel­cher Funktion?

d) Inwie­weit wer­den die Bezirke beteiligt?

Zu 2.:
a) – c) Die Pla­nun­gen sind noch nicht abgeschlossen.

d) Die Bezirke wer­den durch das für Sport feder­füh­rende Bezirks­amt for­mell ein­ge­bun­den. Hin­sicht­lich wei­te­rer Betei­li­gun­gen sind die Pla­nun­gen noch nicht abge­schlos­sen, da die Bezirke jedoch in der Ent­wick­lung und Umset­zung ein wich­ti­ger Part­ner sind, soll die adäquate Betei­li­gung in jedem Fall sicher­ge­stellt werden.

3. Wel­che Kos­ten sind mit der Erar­bei­tung des Sport­ent­wick­lungs­plans ver­bun­den und wofür jeweils?

Zu 3.:
Die Pla­nun­gen sind noch nicht abgeschlossen.

Aus­schrei­bung
4. Wel­che Auf­träge sol­len im Zusam­men­hang mit dem Sport­ent­wick­lungs­plan ver­ge­ben werden?

5. Wann und wo sind diese Auf­träge aus­ge­schrie­ben worden?

6. Wann ist das Ablauf­da­tum für die Ausschreibung(en)?

7. Von wem wur­den die aus­zu­schrei­ben­den Auf­träge im Zusam­men­hang mit dem Sport­ent­wick­lungs­plan fest­ge­legt und wer war daran beteiligt?

Zu 4. bis 7.:
Die zustän­dige Behörde hat den Auf­trag zur Durch­füh­rung einer Sport­ent­wick­lungs­pla­nung an zehn Unter­neh­men aus­ge­schrie­ben. Ein­reich­frist für die Ange­bote war der 15. April 2009, zur­zeit wer­den die Ange­bote geprüft.

8. Sind die Bezirks­äm­ter betei­ligt wor­den und wenn ja, wann und in wel­cher Form?

Zu 8.:
Die Bezirks­äm­ter wur­den über das Ver­fah­ren und wei­tere Vor­ge­hen in Sachen Sport­ent­wick­lungs­pla­nung am 16. Februar 2009 informiert.

Bestands­auf­nahme

9. Bei der Ent­wick­lung des Sport­ent­wick­lungs­plans soll eine Bestands­auf­nahme der Sport­ein­rich­tun­gen erfol­gen. Was ist in die­sem Zusam­men­hang unter „Sport­ein­rich­tun­gen“ zu ver­ste­hen? Wel­che „Sport­ein­rich­tun­gen“ sol­len begut­ach­tet werden?

10. In wel­chem Zeit­raum soll die Bestands­auf­nahme erfolgen?

11. Begut­ach­tun­gen und Bewer­tun­gen von Sport­stät­ten wer­den bzw. wur­den von unter­schied­li­chen Stel­len durch­ge­führt. So haben bspw. die Bezirke 2008 ihre Sport­plätze für die Anmel­dung sanie­rungs­be­dürf­ti­ger Anla­gen über­prüft. 2010 wird zudem der Pfle­ge­zu­stands­be­richt erneu­ert werden.

a) Sol­len im Zusam­men­hang mit der Bestands­auf­nahme der Sport­ein­rich­tun­gen auch Bewer­tun­gen der Anla­gen vor­ge­nom­men wer­den und wenn ja, inwie­weit wer­den die Bezirke hier­bei beteiligt?

b) Inwie­weit wer­den Unter­su­chun­gen / Begut­ach­tun­gen von Ham­bur­ger Sport­ein­rich­tun­gen ggf. par­al­lel durch­ge­führt, da bspw. 2010 der Pfle­ge­zu­stands­be­richt erneu­ert wird?

Ziel­grup­pen­be­dürf­nisse

12. Im Zusam­men­hang mit dem Sport­ent­wick­lungs­plan sol­len Ziel­grup­pen­be­dürf­nisse fest­ge­legt werden.

a) Wel­che Ziel­grup­pen sol­len dabei beson­ders berück­sich­tigt werden?

b) Von wem wur­den die Ziel­grup­pen festgelegt?

c) Wer­den bei der Ziel­grup­pen­be­trach­tung auch

aa) die spe­zi­fi­schen Bedürf­nisse von Mädchen/​ Jun­gen bzw. Frauen/​ Män­nern,

bb) die Neu­or­ga­ni­sa­tio­nen im Kita- und Schul­be­reich (z.B. Ganz­tags­schu­len) auf das Frei­zeit­ver­hal­ten der Kin­der und Jugendliche,

cc) der Hochschulsport,

dd) der Betriebsgruppensport,
berück­sich­tigt und wenn ja, inwie­fern bzw. wenn nein, warum nicht?

d) Inwie­weit wer­den die Bezirke bei der Fest­le­gung der Ziel­grup­pen­be­dürf­nisse beteiligt?

Kon­zept­ent­wick­lung und Umsetzungsphase

13. Bis Ende 2010 soll die Kon­zept­ent­wick­lung für Sport­stät­ten erfolgen.
Wer soll in wel­cher Form an der Kon­zept­ent­wick­lung betei­ligt wer­den und inwie­weit wer­den die Bezirke bei der Kon­zept­ent­wick­lung berücksichtigt?

14. Von 2011 bis 2015 sol­len die vor­ge­schla­ge­nen Maß­nah­men umge­setzt werden.

a) Wer soll über die Vor­schläge entscheiden?

b) Wie sol­len vor und dann in der Umset­zungs­zeit bezirk­li­che Vor­schläge zur Sport­ent­wick­lung berück­sich­tigt werden?

Zu 9. bis 14.:
Die Pla­nun­gen sind noch nicht abge­schlos­sen, da das kon­krete Vor­ge­hen von den wei­te­ren Abstim­mun­gen mit dem Auf­trag­neh­mer abhän­gig ist. In jedem Fall soll auch auf bereits vor­lie­gende Daten der Ver­wal­tung zurück­ge­grif­fen werden.

 

 

 

 

 

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