Trink­brun­nen im öffent­li­chen Raum

Sach­ver­halt

Der Zugang zu Trink­was­ser im öffent­li­chen Raum ist in Ham­burg sehr ein­ge­schränkt. Ledig­lich Sani­tär-Ein­rich­tun­gen bie­ten häu­fig die ein­zige Mög­lich­keit, an sau­be­res und trink­ba­res Was­ser zu gelan­gen. Dies wird jedoch, auf­grund von man­geln­den hygie­ni­schen Stan­dards und weil das Fül­len von Fla­schen durch die geringe Distanz zwi­schen Was­ser­hahn und Becken nicht mög­lich ist, nur wenig genutzt. Gerade in den Som­mer­mo­na­ten ist das äußerst bedau­er­lich. Der öffent­li­che Zugang zu Was­ser sollte allen offen­ste­hen und nicht nur auf pri­vate Haus­halte beschränkt sein. Gerade in WM-Zei­ten hat sich erwie­sen, wie gut öffent­li­che Trink­brun­nen ange­nom­men wer­den, zudem beton­ten sie die Gast­freund­lich­keit Hamburgs.

Auch an Schu­len sind Trink­brun­nen sinn­voll und wich­tig. Oft­mals wird bemän­gelt, dass Schü­ler nicht genü­gend Flüs­sig­keit zu sich neh­men, bzw. nur zucker­hal­tige Getränke aus der Kan­tine trin­ken. Dies könnte durch den freien Zugang zu Trink­brun­nen umgan­gen wer­den. Einige Schu­len haben bereits in Koope­ra­tion mit den Was­ser­wer­ken Trink­brun­nen auf­ge­stellt. Diese Ent­wick­lung muss wei­ter bekräf­tigt und unter­stützt werden.

Auch in öffent­li­chen Gebäu­den wür­den Trink­brun­nen viele Vor­teile mit sich brin­gen. Lang­fris­tig würde es zu Erspar­nis­sen kom­men, da durch den Weg­fall von Was­ser­ka­nis­tern oder Auto­ma­ten der Ener­gie­ver­brauch (der u.a. für den Trans­port von Mehr­weg­fla­schen und die Unter­hal­tung der Auto­ma­ten ent­steht) gemin­dert wird. Da eine PET-Fla­sche in Pro­duk­tion und Trans­port ¼ Liter Erdöl ver­braucht, könnte die Umwelt­be­las­tung redu­ziert wer­den. Somit sind die Brun­nen nicht nur ein guter Ser­vice für die Bür­ger, son­dern tra­gen einen guten Teil zum Umwelt­schutz bei.

Beschluss­vor­schlag

Die Vor­sit­zende der Bezirks­ver­samm­lung wird gebe­ten, einen Sach­ver­stän­di­gen von Ham­burg Was­ser in den Haupt­aus­schuss ein­zu­la­den, um über Mög­lich­kei­ten und Kos­ten der Ein­rich­tung von öffent­li­chen Trink­brun­nen an zen­tra­len Plät­zen in Eims­büt­tel zu berichten.

Des Wei­te­ren wird der Bezirks­amts­lei­ter auf­ge­for­dert sich dafür ein­zu­set­zen, dass ins­be­son­dere bei Neu­bau­ten oder Gene­ral­sa­nie­run­gen von Schul­ge­bäu­den, Kin­der­ta­ges­stät­ten, städ­ti­schen Gebäu­den, an öffent­li­chen Plät­zen sowie im War­te­be­reich von ÖPNV-Hal­te­stel­len (z.B. grö­ße­ren Bahn­hö­fen) die Instal­la­tion von öffent­li­chen Trink­was­ser­brun­nen berück­sich­tigt wird.

Bei öffent­li­chen Bau­ten, die nicht in den Zustän­dig­keits­be­reich des Bezirks fal­len, wie z.B. Bahn­hö­fen, wird der Bezirks­amts­lei­ter auf­ge­for­dert, sich mit den ent­spre­chen­den Eigen­tü­mern bzw. Betrei­bern in Ver­bin­dung zu setzen.

Char­lotte Nendza und SPD-Fraktion