Unter­ir­di­sches Regen­rück­hal­te­be­cken unter dem Sport­platz Döhrnt­wiete prüfen

Als Folge des Kli­ma­wan­dels tre­ten in Ham­burg immer häu­fi­ger soge­nannte Stark­re­ge­n­er­eig­nisse auf. Auf­grund der Über­las­tung der Ent­wäs­se­rungs­sys­teme kommt es ver­mehrt zu plötz­li­chem Hoch­was­ser an Stra­ßen und Gebäu­den. Dies ist beson­ders in Sied­lungs­ge­bie­ten problematisch.

Zur Ent­las­tung des Kanal­sys­tems bei gro­ßen Nie­der­schlags­men­gen die­nen unter ande­rem Regen­rück­hal­te­be­cken, die sowohl offen als auch unter­ir­disch in Beton­bau­weise errich­tet wer­den kön­nen. Die Stadt Mün­chen etwa betreibt das euro­pa­weit größte Rück­hal­te­be­cken mit 90.000 Kubik­me­tern Fas­sungs­ver­mö­gen. Bei Stark­re­ge­n­er­eig­nis­sen auf­tre­tende Was­ser­mas­sen, wel­che nicht von der Kana­li­sa­tion auf­ge­nom­men wer­den kön­nen, wer­den dort zwi­schen­ge­spei­chert und anschlie­ßend wie­der kon­trol­liert in die Kana­li­sa­tion abgegeben.

Auch im Bezirk Eims­büt­tel bekla­gen Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner in zuneh­men­dem Maße Pro­bleme mit der Ober­flä­chen­ent­wäs­se­rung. Für Lok­s­tedt sind bei­spiels­weise der­zeit acht Rück­hal­te­be­cken mit einem eher gerin­gen Gesamt­vo­lu­men von 9.460 Kubik­me­tern aus­ge­wie­sen. Nicht zuletzt auf­grund der durch Nach­ver­dich­tung gewach­se­nen Bebau­ung in der Urba­ni­sie­rungs­zone rund um Lok­s­tedt sollte daher der Bau eines wei­te­ren Regen­rück­hal­te­be­ckens geprüft werden.

Hier­für bie­tet sich zum Bei­spiel der Sport­platz Döhrnt­wiete an. Ein Bau­werk unter dem Sport­platz hätte den Vor­teil einer dop­pel­ten Nut­zung der Flä­che, es müsste also kein oder nur gerin­ger zusätz­li­cher Raum in Anspruch genom­men wer­den, was dem Ziel einer flä­chen­scho­nen­den Ent­wick­lung ent­spre­chen würde. Geeig­net wären mög­li­cher­weise auch die Sport­flä­chen an der Hagen­beck­straße, die in abseh­ba­rer Zeit moder­ni­siert wer­den sol­len, sowie Flä­chen an der Kollau.

Petitum/​Beschluss:

Der Bezirks­amts­lei­ter wird gebe­ten, auf dem Gebiet des Regio­nal­be­reichs Lok­s­tedt – bei­spiels­weise unter dem Sport­platz Döhrnt­wiete (Hockey­flä­che) – den Bau eines Regen­rück­hal­te­be­ckens, ggf. mit Küh­lungs­funk­tion der Umwelt, zu prü­fen und die Ergeb­nisse inklu­sive einer Kos­ten­schät­zung und eines Finan­zie­rungs­vor­schlags dem Regio­nal­aus­schuss vorzustellen.

Sofern die Zustän­dig­keit beim Senat liegt, wird die Vor­sit­zende der Bezirks­ver­samm­lung gebe­ten, Ver­tre­ter der zustän­di­gen Fach­be­hörde zum glei­chen Sach­ver­halt in den Regio­nal­aus­schuss einzuladen.

Rüdi­ger Rust, Ralf Mei­burg, Ines Schwarza­rius und SPD-Fraktion
Lisa Kern, Sebas­tian Dorsch und GRÜNE-Fraktion