Baum­schutz­ver­ord­nung

Die Baum­schutz­ver­ord­nung der Stadt Ham­burg bil­det in Ver­bin­dung mit dem Bun­des­na­tur­schutz­ge­setz den Rah­men zum Umgang mit und zur Pflege von Bäu­men, Sträu­chern und Hecken. Beson­ders in dicht­be­sie­del­ten inner­städ­ti­schen Berei­chen muss es einen beson­de­ren Schutz der viel­fäl­ti­gen Vege­ta­tion geben. Bäume, Sträu­cher und Hecken sind per se schüt­zens­wert, beson­ders aber auch, weil sie Tie­ren in einer über­aus viel­fäl­ti­gen Form als Lebens­raum die­nen.

Um Tiere ins­be­son­dere in ihrer Brut­zeit zu schüt­zen, ist es gemäß § 39 Abs. 5 Nr. 2 des Bun­des­na­tur­schutz­ge­set­zes ver­bo­ten, in der Zeit vom 1. März bis zum  30. Sep­tem­ber Bäume,  Hecken  und  Gebü­sche  abzu­schnei­den  oder  auf  den  Stock  zu  set­zen.

Aller­dings lässt sich seit eini­gen Jah­ren bei vie­len Vogel­po­pu­la­tio­nen ein ver­än­der­tes Zug­ver­hal­ten beob­ach­ten: Viele Kurz- und Mit­tel­streck­ler über­win­tern inzwi­schen – mut­maß­lich auf­grund der ver­än­der­ten kli­ma­ti­schen Bedin­gun­gen – in ihren hei­mi­schen Gebie­ten. Als Folge der glo­ba­len Erwär­mung könn­ten in Zukunft wei­tere Vogel­ar­ten ihr Zug- und auch ihr Brut­ver­hal­ten anpas­sen.

Peti­tum

Die Vor­sit­zende der Bezirks­ver­samm­lung wird gebe­ten, einen Ver­tre­ter der zustän­di­gen Fach­be­hörde in den Aus­schuss für Grün, Nach­hal­tig­keit, Umwelt, Ver­brau­cher­schutz, Wirt­schaft und Digi­ta­les ein­zu­la­den, um dar­über zu berich­ten, in wie weit die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels das Auf­ent­halts-und Brut­ver­hal­ten der hei­mi­schen Vogel- und Tier­ar­ten ver­än­dert bzw. ver­än­dern wird und ob vor die­sem Hin­ter­grund eine Anpas­sung des soge­nann­ten Som­mer­fäll­ver­bots erfor­der­lich ist.

Ines Schwarza­rius und SPD-Frak­tion

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