Bebau­ungs­plan Schnel­sen 83, Grund­stück alter Röhehof

Kleine Anfrage des Mit­glieds der Bezirks­ver­samm­lung Sabine Jan­sen (SPD-Frak­tion)

Sach­ver­halt Mit dem Bebau­ungs­plan Schnel­sen 83 wur­den die pla­nungs­recht­li­chen Vor­aus­set­zun­gen für die Errich­tung von ca. 35 – 40 Rei­hen- und Dop­pel­häu­sern geschaf­fen. Die aus dem Jahre 1914 stam­mende Villa soll zukünf­tig zu Wohn- oder sozia­len Zwe­cken wei­ter- oder umge­nutzt wer­den. Sie soll mit ihren Grün­an­la­gen räum­lich frei­ge­stellt und von einer U‑förmigen Bebau­ung aus Rei­hen- und Dop­pel­häu­sern ein­ge­rahmt wer­den. Dabei soll ein erheb­li­cher Anteil an Vege­ta­ti­ons­flä­chen im Bereich der Grün­flä­chen erhal­ten bleiben.

Es soll im Umfang von 1,8ha eine Aus­gleichs­flä­che geschaf­fen wer­den. Auf dem Grund­stück Königs­kin­der­weg 57 sind bis zum jet­zi­gen Zeit­punkt Bäume gefällt wor­den sowie Anbau­ten der alten Villa abge­ris­sen worden.

Vor die­sem Hin­ter­grund frage ich den Herrn Bezirks­amts­lei­ter sowie die Verwaltung:

1. Wer ist aktu­ell zustän­dig für die Pflege und die Erhal­tung der Bäume (Kas­ta­nien und Eichen) auf dem Grund­stück Königs­kin­der­weg 57 (Bebau­ungs­plan Schnel­sen 83)?

Die Eigen­tü­me­rin.

2. Wer ist der­zei­tig der Eigen­tü­mer der Flä­che Grund­stück Königs­kin­der­weg 57 (Bebau­ungs­plan Schnel­sen 83). 

Die Meravis Woh­nungs­bau- und Immo­bi­lien GmbH.

3. Ist dem Bezirks­amt bekannt, wer aktu­ell der Bau­herr und/​oder Bau­trä­ger des geplan­ten Neu­bau­vor­ha­bens ist? Wenn ja, bitte ein­zeln aufführen.

Die Meravis Woh­nungs­bau- und Immo­bi­lien GmbH.

4. Ist dem Bezirks­amt bekannt, wann und in wel­chem Umfang mit Bau­maß­nah­men begon­nen wird? Wenn ja, bitte Zeitraum/​ Zeit­punkt sowie Umfang die­ser Maß­nah­men ein­zeln darlegen.

In die­sem Jahr wird mit Bau-/Er­schlie­ßungs­ar­bei­ten des Grund­stü­ckes begon­nen, auch ein Bau­schild soll auf­ge­stellt wer­den. Der Bau­be­ginn der Rei­hen- und Dop­pel­häu­ser wird abhän­gig vom Wet­ter Anfang nächs­ten Jah­res erfolgen.

5. Ist der aktu­ell ver­ant­wort­li­che Eigen­tü­mer zustän­dig bei Abgang zu erhal­te­ner Gehölze Ersatz­pflan­zun­gen vor­zu­neh­men, so dass – wie im Bebau­ungs­plan fest­ge­legt wurde – der Cha­rak­ter und Umfang der jewei­li­gen Gehölz­pflan­zun­gen erhal­ten wird? Wenn nein, wer trägt aktu­ell hier­für die Verantwortung?

Ja.

6. Bleibt das Anpflan­zungs­ge­bot von min­des­tens 12 groß­kro­ni­gen Bäu­men mit einem Min­dest­stamm­um­fang von 16 cm, in 1m Höhe über dem Erd­bo­den gemes­sen, bestehen? Wenn ja, wer kon­trol­liert die Ein­hal­tung der Anpflanzungen?

Ja. Zustän­dig für die Kon­trolle ist WBZ 2.

7. Es wur­den nach­träg­lich Bäume gefällt.

a. Wer hat diese Fäl­lung genehmigt?

b. Wann?

c. Wie viele Bäume durf­ten zusätz­lich gefällt werden?

Es wur­den zwei Fäll­ge­neh­mi­gun­gen vom WBZ erteilt am 23.12.2010 und 27.01.2011 für ins­ge­samt 30 Bäume.

8. Die Gemeinde Tangs­tedt, Land­kreis Stor­marn in Schles­wig-Hol­stein, hat im Umfang von 1,8 ha einem Aus­gleichs­grund­stück für den Walder­satz zugestimmt.

a. Wem gehört diese Aus­gleichs­flä­che jetzt?

Das Grund­stück befin­det sich in Privatbesitz.

b. Ist diese Flä­che bereits mit Bäu­men bepflanzt?

Die Auf­fors­tung ist beauf­tragt und wird bis Ende Novem­ber abge­schlos­sen sein.

c. Warum konnte keine Aus­gleich­flä­che inner­halb der Lan­des­gren­zen der Freien und Han­se­stadt Ham­burg gefun­den werden?

Die Finanz­be­hörde stellt städ­ti­sche Flä­chen für pri­vate Aus­gleichs­ver­pflich­tun­gen grund­sätz­lich nicht zur Ver­fü­gung. Die Suche des Vor­ha­ben­trä­gers beschränkte sich daher auf pri­vate Flä­chen. Nach Dar­stel­lung des Vor­ha­ben­trä­gers waren meh­rere pri­vate Grund­ei­gen­tü­mer nicht bereit, Flä­chen zur Ver­fü­gung zu stellen.

d. Warum wurde hier­für nicht die über Jah­ren als poten­zi­elle Aus­gleich­flä­che und als Land­schafts­schutz­ge­biet dekla­rierte Flä­che inner­halb des Bebau­ungs­plan­ver­fah­rens Schnel­sen 79 ausgewählt/​genutzt?

Der pri­vate Grund­ei­gen­tü­mer im Gebiet des Plan­ver­fah­rens Schnel­sen 79 hat sowohl gegen­über dem Vor­ha­ben­trä­ger wie auch gegen­über dem Bezirks­amt abge­lehnt, dafür Flä­chen zur Ver­fü­gung zu stellen.

e. Wer hat zu wel­chem Zeit­punkt diese Ent­schei­dung getroffen?

Das Bezirks­amt hat diese Ent­schei­dung in der Behör­den­ab­stim­mung getroffen.

9. Wur­den vor dem Abriss des Wirt­schafts­ge­bäu­des auf dem Grund­stück Königs­kin­der­weg 57 (Bebau­ungs­plan Schnel­sen 83) – so wie im Bebau­ungs­plan 83 gefor­dert – künst­li­che Nist­hil­fen für die Fle­der­mäuse bereit­ge­stellt und wo befin­den sich diese? Bitte die ein­zel­nen Stand­orte ange­ben. Falls nicht, bitte begründen.

Ja. 5 Höh­len wur­den an Bäu­men an der west­li­chen Grund­stücks­grenze und 5 Spal­ten­käs­ten an Bäu­men an der süd­li­chen Grund­stücks­grenze angebracht.

10. Es gibt eine Schutz­zone, die als Tro­cken­ra­sen­flä­che aus­ge­wie­sen ist. Der­zei­tig ist eine sol­che Flä­che nicht auf dem Grund­stück ersicht­lich. Wer kon­trol­liert die Ein­hal­tung die­ser Trockenrasenfläche?

Die bis­he­rige Tro­cken­ra­sen­flä­che befin­det sich inner­halb der Bau­flä­chen. Als Ersatz ist eine neue Flä­che außer­halb der Bau­flä­chen anzu­le­gen. Die Über­wa­chung obliegt WBZ 2.

11. Ist es rich­tig, dass die Wohnungen/​Häuser durch ein Bio­mas­se­kraft­werk beheizt wer­den sol­len? Wenn ja, wo und wann soll die­ses entstehen?

Nach der­zei­ti­gem Pla­nungs­stand ist je Bau­ab­schnitt an eine zen­trale Pel­let-Hei­zung gedacht. Diese wird sich jeweils im Kel­ler­ge­schoß eines Hau­ses befin­den und die Wohn­an­lage versorgen.