Sexismus begegnet Menschen im Alltag in vielfältiger Form – am Arbeitsplatz, im öffentlichen Raum, in digitalen Räumen, in Werbung und Medien sowie in politischen Debatten. Er äußert sich durch abwertende Zuschreibungen, stereotype Rollenerwartungen, ungleiche Behandlung oder Grenzverletzungen. Auch wenn viele Erscheinungsformen subtil sind, wirken sie strukturell: Sie beeinflussen Chancen, Teilhabe und das Sicherheitsgefühl im öffentlichen Raum und können zu Diskriminierung und sexualisierter Gewalt beitragen.
Gerade eine wachsende, diverse Großstadt wie Hamburg ist darauf angewiesen, dass Verwaltung, Politik und öffentliche Unternehmen eine klare Haltung einnehmen und Gleichstellung aktiv fördern. Mit dem vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend initiierten Bündnis Gemeinsam gegen Sexismus existiert eine bundesweite Initiative, die Organisationen, Kommunen und Unternehmen dabei unterstützt, Sexismus systematisch entgegenzutreten. Das Bündnis bietet Informationsmaterialien, Austauschformate, Handlungsempfehlungen sowie Vernetzungsmöglichkeiten und verfolgt das Ziel, eine Kultur des respektvollen Miteinanders zu stärken.
Die Freie und Hansestadt Hamburg sowie das Bezirksamt Hamburg-Nord unterstützen das Bündnis bereits; ebenso beteiligen sich weitere öffentliche Akteur*innen wie etwa die Hamburger Hochbahn. Ein Beitritt des Bezirksamts Eimsbüttel würde dieses Engagement auf bezirklicher Ebene sichtbar verstärken und ein klares Signal für ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld sowie einen respektvollen öffentlichen Raum setzen.
Zugleich bietet ein Beitritt die Chance, vorhandene Gleichstellungs- und Diversity-Strukturen weiter zu stärken, Führungskräfte wie Mitarbeitende weiter zu sensibilisieren und das Thema ressortübergreifend in der Verwaltung zu verankern.
Petitum
Der Bezirksamtsleiter wird gebeten,
- dem bundesweiten Bündnis Gemeinsam gegen Sexismus beizutreten und die entsprechende Unterstützungserklärung abzugeben;
- die Angebote des Bündnisses – insbesondere Informationsmaterialien, Veranstaltungen und Fortbildungsformate – innerhalb der Bezirksverwaltung bekannt zu machen und deren Nutzung zu fördern;
- zu prüfen, wie das Thema Sensibilisierung gegen Sexismus im Rahmen bestehender Fortbildungs- und Personalentwicklungsangebote strukturell verankert werden kann;
- der Bezirksversammlung über den Beitritt und die geplanten weiteren Schritte in einer der nächsten Sitzungen zu berichten.
Luise Rosemeier und GRÜNE-Fraktion
Hadi Mourad, Nadine Regling-Armi und SPD-Fraktion