Ein neues Heim für den Pfad­fin­der-Mäd­chen­stamm Lykà­me­das im Nien­dor­fer Gehege Inter­frak­tio­nel­ler Antrag

Sach­ver­halt

Im Jahr 1998 wurde der Pfad­fin­der-Mäd­chen­stamm Lykà­me­das gegrün­det. Ursprüng­lich im Alten Teich­weg behei­ma­tet, musste sich der Stamm schon bald nach einer Alter­na­tive umse­hen, da das Heim für andere Zwe­cke genutzt wer­den sollte.

2001 fand der Stamm eine Mög­lich­keit im Bezirk Eims­büt­tel und lan­dete im Bür­ger­haus Nien­dorf. Diese Unter­brin­gung sollte von Anfang an nur eine Über­gangs­lö­sung dar­stel­len – mitt­ler­weile sind rund 10 Jahre vergangen.

Der Stamm hat der­zeit zwi­schen 90–100 Mit­glie­der, die fast aus­schließ­lich aus dem Bezirk Eims­büt­tel kom­men. Der Stamm hat momen­tan zehn Grup­pen, die sich jeweils ein Mal die Woche zum Heima­bend im Heim tref­fen. Monat­lich fährt eine Gruppe gemein­sam auf Fahrt ins Ham­bur­ger Umland. In den Som­mer­fe­rien, reist eine Gruppe 2 – 3 Wochen zum Wan­dern und Zel­ten ins euro­päi­sche Aus­land. Neben den Fahr­ten gibt es noch wei­tere Aktio­nen, wie Stam­mes­heima­bende oder ein gemein­sa­mes Gril­len auch mit Eltern und Geschwistern.

Der im Dach­ge­schoss des Bür­ger­hau­ses Nien­dorf behei­ma­tete Stamm hat auf­grund sei­ner Größe mitt­ler­weile ein Raum- bzw. Platz­pro­blem. Zudem ist die Nut­zung nicht immer in Ein­klang mit den wei­te­ren Grup­pen im Bür­ger­haus zu brin­gen, da die Kin­der bei ihren Tref­fen natür­lich auch ein­mal lau­ter sind, sin­gen oder toben wol­len. Über­nach­tun­gen sind im Bür­ger­haus nicht erlaubt, so dass der Stamm eine grund­le­gende Akti­vi­tät, näm­lich die Heim­wo­che, in der eine Pfad­fin­der­gruppe gemein­sam in ihrem Heim wohnt, schläft und ihren All­tag zusam­men ver­bringt, nicht durch­füh­ren kann.

Der Stamm ist daher seit eini­ger Zeit auf der Suche nach einem neuen Heim. Da viele Stam­mes­mit­glie­der in Schnel­sen, Nien­dorf und angren­zen­den Stadt­tei­len woh­nen, wird ein Heim in die­ser Umge­bung gesucht. Bei der Suche ist der Stamm auf die Immo­bi­lie „Nien­dor­fer Gehege 27a“ gesto­ßen. In einer Mit­tei­lung der Ver­wal­tung zum Sach­stand „Wie geht’s wei­ter im Nien­dor­fer Gehege?“ im Regio­nal­aus­schuss Lok­s­tedt vom 10.10.2011 hieß es hierzu: „Der Pfad­fin­der­stamm Lykà­me­das aus dem Pfad­fin­der­bund Nord e.V. hat schon zu Jah­res­be­ginn sein Inter­esse an einer Über­nahme, Sanie­rung und Nut­zung des Gebäu­des Nien­dor­fer Gehege 27 bekundet.

Auf die­ser Grund­lage wur­den bereits ver­schie­dene Gesprä­che, auch unter Ein­be­zie­hung der für Jugend­ver­bands­ar­beit zustän­di­gen Fach­be­hörde (BASFI), geführt. Aktu­ell erfolgt durch die betei­lig­ten Akteure Bezirks­amt, Fach­be­hörde und Pfadfinderstamm/​Pfadfinderbund die Prü­fung, ob bzw. wie und in wel­chem Umfang jeweils ein Bei­trag zur Rea­li­sie­rung der fort­ge­schrit­te­nen Pla­nun­gen geleis­tet werden
kann. Der Pfad­fin­der­bund hat sich in die­sem Zusam­men­hang unter der Vor­aus­set­zung der kos­ten­freien Über­las­sung der Immo­bi­lie bereit erklärt, das Objekt für min­des­tens 20 Jahre im Rah­men eines  Über­las­sungs­ver­tra­ges zu über­neh­men, auf eigene Kos­ten zu sanie­ren und dau­er­haft zu unterhalten.

Die Fach­be­hörde hat die Prü­fung der Zuwen­dungs­mög­lich­kei­ten zuge­sagt, sieht die Über­nahme der Immo­bi­lie in ihr Anla­ge­ver­mö­gen aber als unrea­lis­tisch und den Pro­jekt­er­folg gefähr­dend an. Das Bezirks­amt prüft der­zeit die Über­nahme der Immo­bi­lie in das Anla­ge­ver­mö­gen des Bezir­kes und die aus einer Über­nahme und dem Über­las­sungs­ver­hält­nis resul­tie­ren­den ver­trag­li­chen Risi­ken sowie Fol­gen für den Haus­halt. Eine finan­zi­elle Unter­stüt­zung sei­tens des Bezirks­am­tes für Sanie­rung und Betrieb ist nicht möglich.“

Beschluss­vor­schlag

Der Regio­nal­aus­schuss Lok­s­tedt möge zur Wei­ter­lei­tung an den Haupt­aus­schuss der Bezirks­ver­samm­lung Eim­büt­tel beschließen:

1) Der Herr Bezirks­amts­lei­ter wird gebe­ten, sich für die Über­nahme der Immo­bi­lie Nien­dor­fer Gehege 27a in das Anla­ge­ver­mö­gen des Bezir­kes einzusetzen.

2) Zur Finan­zie­rung der not­wen­di­gen Sanie­rung der Immo­bi­lie Nien­dor­fer Gehege 27a stellt die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel bis zu 30.000 Euro aus bezirk­li­chen Mit­teln zur Ver­fü­gung, unter der Vor­aus­set­zung, dass durch Zuwen­dun­gen der zustän­di­gen Fach­be­hörde, Eigen­mit­teln und Leis­tun­gen des Trä­gers die Gesamt­fi­nan­zie­rung gesi­chert ist.

Marc Schem­mel und SPD-Fraktion
Simone Hentze-Orli­kow­ski und GAL-Fraktion
Zaklin Nastic und DIE LINKE-Fraktion
Rüdi­ger Kuhn und CDU-Fraktion
Klaus Krü­ger und FDP-Fraktion