Gen­der­ge­rechte Spra­che in der Kom­mu­ni­ka­tion des Bezirksamts

Über kaum ein Thema wird in der heu­ti­gen Zeit so hit­zig dis­ku­tiert wie über gen­der­ge­rechte Spra­che. Einer­seits geht es darum, gesell­schaft­li­che Rea­li­tä­ten und ins­be­son­dere die Gleich­stel­lung der Geschlech­ter auch sprach­lich abzu­bil­den. Auf der ande­ren Seite darf die Ver­ständ­lich­keit von Tex­ten nicht erschwert wer­den. Dies gilt auch und gerade im offi­zi­el­len Schriftverkehr.

Es ist jedoch wich­tig, das Ziel der Gleich­stel­lung der Geschlech­ter auf allen Ebe­nen aktiv zu ver­fol­gen. Ein gen­der­ge­rech­ter Sprach­ge­brauch ist dafür ein wesent­li­cher Bestand­teil. Denn Spra­che mag die Wahr­neh­mung von Men­schen nicht ein­deu­tig fest­le­gen, aber sie lenkt soziale Ver­hält­nisse und kann eine bestimmte Wahr­neh­mung ver­stär­ken oder abschwächen.

Es ist bekannt, dass auf Senats­ebene der­zeit an Richt­li­nien für eine gen­der­ge­rechte Kom­mu­ni­ka­tion gear­bei­tet wird. Doch davon unab­hän­gig sollte auch der Bezirk hier vor­an­ge­hen. Des­halb setzt sich die Bezirks­ver­samm­lung dafür ein, dass eine gen­der­ge­rechte Spra­che fes­ter Bestand­teil der Kom­mu­ni­ka­tion des Bezirks­amts ist. Ver­wal­tungs­spra­che sollte alle Bürger:innen in Eims­büt­tel glei­cher­ma­ßen anspre­chen. Natür­lich kann Spra­che nur zum Teil auf bezirk­li­cher Ebene beein­flusst wer­den. Nichts­des­to­trotz ist es mög­lich, hier auf ein­fa­che und wir­kungs­volle Weise an der Gleich­stel­lung aller Geschlech­ter mitzuwirken.

 

 

Peti­tum

Der Bezirks­amts­lei­ter wird gebe­ten, sich dafür ein­zu­set­zen, dass in der Kom­mu­ni­ka­tion der Eims­büt­te­ler Ver­wal­tung, zum Bei­spiel im Schrift­ver­kehr sowie in Mate­ria­lien wie Bro­schü­ren etc., auf die Ver­wen­dung einer gen­der­ge­rech­ten Spra­che hin­ge­wirkt wird. Dabei ist dar­auf zu ach­ten, dass die Ver­ständ­lich­keit von Tex­ten jeder­zeit gewähr­leis­tet ist.

Die Ver­wal­tung wird ersucht, im Sozi­al­raum­aus­schuss dar­über zu berich­ten, auf wel­che Weise das Bezirks­amt Eims­büt­tel im Rah­men sei­ner Mög­lich­kei­ten gen­der­ge­rechte Stan­dards in sei­ner Kom­mu­ni­ka­tion zu imple­men­tie­ren gedenkt.

Torge Urban­ski, Moritz Alt­ner, Annika Urban­ski, Pau­lina Rügge und SPD-Fraktion