Die Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung plant gemeinsam mit freien Trägern ein
Housing-First-Modell für wohnungslose und von Wohnungslosigkeit bedrohte Jugendliche und
junge Volljährige. Die SPD-Fraktion Eimsbüttel will klären, welche Bedarfe vor Ort bestehen und
welche Rolle der Bezirk bei der Umsetzung spielen kann.
Beim Housing-First-Ansatz erhalten wohnungslose Menschen zuerst eine eigene Wohnung und
anschließend die Unterstützung, die sie für ein selbstständiges Leben benötigen. Der sichere
Wohnraum schafft die Grundlage, um weitere Herausforderungen zu bewältigen. In Hamburg gibt es
bereits seit 2022 ein Housing-First-Projekt. Nun plant die zuständige Fachbehörde gemeinsam mit
freien Trägern ein entsprechendes Modell für Jugendliche und junge Erwachsene.
Die SPD-Fraktion Eimsbüttel möchte die Bedeutung des geplanten Modells für den Bezirk klären. Mit
einem am 15. Oktober von der Bezirksversammlung beschlossenen Antrag setzt sie sich dafür ein, dass
Vertreter*innen der zuständigen Fachbehörde und der beteiligten freien Träger im
Jugendhilfeausschuss über den aktuellen Planungsstand berichten. Dabei soll es um die bekannten
Bedarfe in Eimsbüttel, die Erfahrungen der bezirklichen Fachämter, der Straßensozialarbeit und freier
Träger mit der Zielgruppe sowie die Frage gehen, ob Standorte oder Plätze des Modells im Bezirk
vorgesehen oder denkbar sind.
Ines Schwarzarius, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion Eimsbüttel: „Niemand sollte
auf der Straße oder in ständig wechselnden Notlösungen leben müssen, gerade am Anfang des
Erwachsenenlebens. Housing First setzt zuerst auf ein sicheres Zuhause und baut die Unterstützung
darauf auf. Wir wollen wissen, welche Möglichkeiten das geplante Modell für Eimsbüttel bieten und wie
der Bezirk von Anfang an eingebunden werden kann.“