Kunst­stoff­müll ver­mei­den – Auf dem Weg zu einem plas­tik­freien Eims­büt­tel

Die mas­sen­hafte Ver­wen­dung von Kunst­stof­fen und hier ins­be­son­dere von Ein­weg­plas­tik­ar­ti­keln ist ein gro­ßes Pro­blem unse­rer Zeit. In zuneh­men­dem Maße wird deut­lich, wie die Plas­tik­flut nega­tive Aus­wir­kun­gen auf unsere Umwelt und Gesund­heit hat. Es ist daher drin­gend gebo­ten, Maß­nah­men gegen über­flüs­si­ges Plas­tik zu ergrei­fen.

Klar ist: Kunst­stoff­müll muss bereits dort ver­mie­den wer­den, wo er ent­steht. Der Aus­stieg aus der Weg­werf­ge­sell­schaft durch Redu­zie­rung von über­flüs­si­gem Plas­tik ist jedoch nicht allein Sache von Pri­vat­haus­hal­ten. Auch den Kom­mu­nen und Bezir­ken kommt hier eine wich­tige Rolle zu.

Im Bezirk Eims­büt­tel wurde auf dem Weih­nachts­markt am Fanny-Men­dels­sohn-Platz im ver­gan­ge­nen Jahr erst­mals aus­schließ­lich Mehr­weg­ge­schirr und ‑besteck ver­wen­det. Die Bezirks­ver­samm­lung hat die­ses Pro­jekt unter­stützt und beglei­tet.

Auf diese posi­ti­ven Erfah­run­gen auf­bau­end, sollte der Bezirk Eims­büt­tel mit gutem Bei­spiel vor­an­ge­hen und die ihm zu Ver­fü­gung ste­hen­den Mög­lich­kei­ten nut­zen, um künf­tig in ver­stärk­tem Maße dar­auf hin­zu­wir­ken, dass in Eims­büt­tel mög­lichst wenig Plas­tik, ins­be­son­dere Ein­mal­plas­tik, ver­wen­det wird.

Der Bezirk hat ins­be­son­dere bei der Geneh­mi­gung von Son­der­nut­zun­gen (z.B. bei Außen­gas­tro­no­mie im öffent­li­chen Raum) eine Ein­fluss­mög­lich­keit auf die Art und Weise der Nut­zung. So nahm der Bezirk Eims­büt­tel bereits eine Vor­rei­ter­rolle ein, als er die Nut­zung sog. Heiz­pilze im öffent­li­chen Raum unter­sagte bzw. nicht wei­ter geneh­migte. Inzwi­schen ist diese Maß­nahme nicht nur gericht­lich bestä­tigt, son­dern auch von zahl­rei­chen ande­ren Bezir­ken und Kom­mu­nen über­nom­men wor­den.

Peti­tum:

Der Bezirks­amts­lei­ter wird gebe­ten, eine Stra­te­gie zu ent­wi­ckeln, mit der die Ver­wal­tung dazu bei­tra­gen kann, in Eims­büt­tel Kunst­stoff­müll zu ver­mei­den. Dabei soll ermit­telt wer­den, ob und inwie­fern die Bezirks­ver­wal­tung

  • bei der Ertei­lung von Geneh­mi­gun­gen, bei­spiels­weise für Son­der­nut­zun­gen im Bereich der Außen­gas­tro­no­mie, bei Fes­ten und Wochen­märk­ten sowie
  • bei der Aus­schrei­bung von Cate­ring­leis­tun­gen

dar­auf hin­wir­ken kann, dass in Eims­büt­tel mög­lichst wenig Plas­tik, ins­be­son­dere Ein­mal­plas­tik, ver­wen­det wird.

Die Stra­te­gie sollte vorab im Aus­schuss für Grün, Nach­hal­tig­keit, Umwelt, Ver­brau­cher­schutz, Wirt­schaft und Digi­ta­les erläu­tert wer­den.

Gabor Gott­lieb und SPD-Frak­tion

Tags: