LKW-Ver­kehr im Wohn­ge­biet zwi­schen Rohlfs­weg, Flaß­heide und Wit­ten­moor verhindern

Die Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner des Wohn­ge­biets zwi­schen Rohlfs­weg, Flaß­heide und Wit­ten­moor sind auf­grund der Nähe zur A7 und zur Bahn­trasse, sowie auf­grund der Lage unter der Ein­flug­schneise West einer hohen Lärm­be­las­tung ausgesetzt.

Hinzu kommt der Lärm von täg­lich rund 90 LKW und Last­zü­gen (gemäß Ver­kehrs­mes­sung vom 8. August – 14. August 2019), die das Wohn­ge­biet auf dem Weg zum nörd­lich angren­zen­den Gewer­be­ge­biet bzw. von dort kom­mend durch­que­ren. Die­ser Lie­fer­ver­kehr ließe sich zum Schutz der Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner ohne wei­te­res über die Kie­ler Straße sowie die Schnacken­bur­g­al­lee abwickeln.

Ent­spre­chend hatte die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel im Juli 2019 bean­tragt, im Rohlfs­weg ein Durch­fahrts­ver­bot für LKW ein­zu­rich­ten und so das Wohn­ge­biet zwi­schen Rohlfs­weg, Flaß­heide und Wit­ten­moor nach­hal­tig vom LKW-Ver­kehr zu befreien (siehe Druck­sa­che 21–0049).

Aus Sicht der Ver­kehrs­di­rek­tion lie­gen jedoch keine Ver­kehrs­si­cher­heits­de­fi­zite oder sons­ti­gen Gründe (z.B. Schutz vor Lärm und Abga­sen) vor, die eine Ver­kehrs­be­schrän­kung für bestimmte Ver­kehrs­ar­ten (z.B. Lkw) recht­lich ermög­li­chen wür­den (siehe Druck­sa­che 21–0139).

Denk­bar wäre jedoch ein ande­rer Ansatz: Mit­tels einer Ver­än­de­rung der Benutz­bar­keit („Teil­ent­wid­mung“ gem. Hamb. Wege­ge­setz) kön­nen bestimmte Ver­kehrs­ar­ten von der Nut­zung einer Straße / eines Stra­ßen­ab­schnitts aus­ge­schlos­sen wer­den. Ange­wandt wird die­ses Ver­fah­ren etwa beim Jung­fern­stieg, der auf die­ser Grund­lage für den moto­ri­sier­ten Indi­vi­du­al­ver­kehr gesperrt ist.

 

Peti­tum

Der Bezirks­amts­lei­ter wird gebe­ten, zu prü­fen, ob und unter wel­chen Vor­aus­set­zun­gen der LKW-Durch­fahrts­ver­kehr im Wohn­ge­biet zwi­schen Rohlfs­weg, Flaß­heide und Wit­ten­moor mit­tels einer Ver­än­de­rung der Benutz­bar­keit („Teil­ent­wid­mung“ gem. Hamb. Wege­ge­setz) unter­bun­den wer­den kann, ohne dabei not­wen­dige Trans­port­fahr­ten für die Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern auszuschließen.

Annika Urban­ski, Dag­mar Bahr und SPD-Fraktion