Nied­rig­schwel­lige Impf­an­ge­bote für Studierende

Die Corona-Pan­de­mie hat im letz­ten Jahr auch die Stu­die­ren­den­schaft schwer getrof­fen: Die Hoch­schu­len waren geschlos­sen, sodass Vor­le­sun­gen und Ver­an­stal­tun­gen zum größ­ten Teil nur online statt­fin­den konn­ten. Viele Stu­die­rende der unte­ren Semes­ter berich­ten zudem, dass sie seit Auf­nahme ihres Stu­di­ums die Uni­ver­si­tät noch nie real haben besu­chen können.

Alle Ham­bur­ger Hoch­schu­len und so auch die UHH als die größte Uni­ver­si­tät Ham­burgs, deren Haupt­cam­pus in Eims­büt­tel gele­gen ist, pla­nen momen­tan das kom­mende Win­ter­se­mes­ter 2021/2022 wie­der als Präsenz-Semester.

Als glo­bal ori­en­tierte For­schungs­ein­rich­tun­gen suchen die Ham­bur­ger Hoch­schu­len die Zusam­men­ar­beit mit Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern aus aller Welt. Ham­burg und der Bezirk pro­fi­tie­ren von die­sem inter­na­tio­na­len Aus­tausch und sind so inter­na­tio­nal wie ihre Stu­die­ren­den­schaft: eine sehr hete­ro­gene Gruppe, mit Stu­die­ren­den aus Deutsch­land, der EU aber auch vie­len inter­na­tio­na­len (Aus­tausch- und Gast-) Studierenden.

Um einen Prä­senz­un­ter­richt im kom­men­den Win­ter­se­mes­ter so wahr­schein­lich wie mög­lich zu machen, muss die Anste­ckung mit Covid inner­halb der Stu­die­ren­den­schaft so gering wie mög­lich gehal­ten wer­den. Ins­be­son­dere inter­na­tio­nale Stu­die­rende haben jedoch häu­fi­ger Pro­bleme, sich noch vor Ankunft in Ham­burg imp­fen zu las­sen (gerade sol­che aus Nicht-EU-Ländern).

Da das zen­trale Impf­zen­trum in den Ham­bur­ger Mes­se­hal­len (Imp­fung on demand/​ohne Ter­min­ver­gabe) vor­aus­sicht­lich Ende August geschlos­sen wer­den wird, ent­fällt diese ein­fa­che und nied­rig­schwel­lige Impf­mög­lich­keit. Die Ver­la­ge­rung der Imp­fun­gen zu den Haus­ärz­ten gestal­tet sich für die Gruppe der inter­na­tio­na­len (Aus­tausch- und Gast-) Stu­die­ren­den auf­grund von z.B. Sprach­bar­rie­ren, feh­len­den Kennt­nis­sen über das Haus­arzt­sys­tem in Deutsch­land etc. schwie­rig. Die Folge wäre, dass die Buchung von Ter­mi­nen und eine Durch­imp­fung wesent­lich län­ger dau­ern würde.

Die Stu­die­ren­den­schaft ist eine spe­zi­elle Ziel­gruppe beim Impf­ge­sche­hen, der ein ebenso spe­zi­el­les Impf­an­ge­bot gemacht wer­den sollte. Es bie­tet sich des­halb an, zu Beginn des Win­ter­se­mes­ters eine zeit­lich befris­tete Impf­mög­lich­keit auf dem Uni­ver­si­täts­ge­lände in Eims­büt­tel zu errich­ten, die es Stu­die­ren­den ermög­licht, schnell und unkom­pli­ziert eine Imp­fung zu bekom­men und somit auch einen Anreiz dar­stellt, sich für eine Imp­fung zu ent­schei­den. Davon könn­ten neben inter­na­tio­na­len Stu­die­ren­den bei­spiels­weise auch neu zuge­zo­gene Stu­die­rende pro­fi­tie­ren, die in Ham­burg noch kei­nen Haus­arzt haben.

 

Peti­tum

Der Vor­sit­zende der Bezirks­ver­samm­lung wird gebe­ten, sich bei der Behörde für Wis­sen­schaft, For­schung, Gleich­stel­lung und Bezirke sowie der Sozi­al­be­hörde dafür ein­zu­set­zen, dass auf dem Gelände der Uni­ver­si­tät Ham­burg – ggf. in Koope­ra­tion mit dem Betriebs­ärzt­li­chen Dienst der UHH – zeit­nah eine Impf­mög­lich­keit ein­ge­rich­tet wird, um Stu­die­ren­den der Ham­bur­ger Hoch­schu­len, dar­un­ter ins­be­son­dere inter­na­tio­na­len sowie neu zuge­zo­ge­nen Stu­die­ren­den, ein nied­rig­schwel­li­ges Impf­an­ge­bot zu bieten.

Janina Sat­zer und SPD-Fraktion