Mit kommendem Oktober steht in Hamburg wie jedes Jahr für viele junge Menschen ihr erstes Semester an einer Universität oder einer Hochschule an. Für viele dieser neuen Studierenden wird die Suche nach geeignetem Wohnraum am ihrem oft neuen Wohnort die erste Herausforderung sein.
Die Studierendenwohnheime sind hierbei eine beliebte Möglichkeit, kostengünstig und gemeinsam mit anderen Studierenden zu wohnen. Die Studierendenwohnheim in Hamburg sind daher hoch ausgelastet, jedes Jahr gibt es mehr Interessierte als verfügbare Wohnplätze.
Im Juli 2022 hat das Studierendenwerk Hamburg im damaligen Universitätsausschuss der Bezirksversammlung Eimsbüttel über die Situation der Studierendenwohnheime berichtet. Im Rahmen dessen wurden Bemühungen benannt, die Kapazitäten der Studierendenwohnheime auszubauen, um neuen Wohnraum zu schaffen. Dies solle durch die Erschließung neuer Standorte sowie durch die Nachverdichtung bestehender Standort geschehen.
Als Orte dieser Nachverdichtung in Eimsbüttel wurden damals die Standorte in der Burse (Stellingen) und im Rudolf-Laun-Haus (Lokstedt) mit jeweils ca. 100 Plätzen genannt.
Vor diesem Hintergrund fragen wir die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung:
1. Sind die Nachverdichtungen in den Studierendenwohnheimen in der Burse und im Rudolf-Laun- Haus weiterhin geplant? Wenn ja, wie ist der jeweilige Stand?
2. Sind für die jeweiligen Nachverdichtungen schon Bauanträge gestellt?
Ja, beide Nachverdichtungen sind weiterhin beabsichtigt.
In Bezug auf die Burse wurde die Baugenehmigung Ende November 2025 erteilt. Mit der weitergehenden Projektierung wird zeitnah begonnen. Bzgl. des Rudolf-Laun-Hauses (RLH) wurde die Baugenehmigung im August 2025 erteilt. Mit der weitergehenden Projektierung wird
zeitnah begonnen.
3. Wann ist die Fertigstellung der jeweiligen Maßnahmen geplant?
Die Inbetriebnahme des neuen Bauteils/ Nachverdichtungsbaus bzgl. der Burse ist im Laufe des Jahres 2028 mit ca. 104 neuen Wohnplätzen geplant. Die Inbetriebnahme des Nachverdichtungsbaus beim RLH ist für Ende 2028/Anfang 2029 mit ca. 75 neuen Wohnplätzen vorgesehen.
4. Wie genau sehen die Planungen der jeweiligen Nachverdichtungen aus?
Bzgl. der Burse ist die Nutzung der bestehenden Parkplatzfläche auf dem Grundstück für die Errichtung eines neuen Gebäudes geplant. Bzgl. des RLH ist der Abriss der bestehenden Turnhalle auf dem Grundstück und die Nutzung der hierdurch freiwerdenden Fläche zur Errichtung eines Neubaus/ neuen Bauteils geplant.
5. Stehen die aktuell verfügbaren Plätze in den genannten jeweiligen Studierendenwohnheimen während der Maßnahmen weiterhin gleichbleibend zur Verfügung? Wenn ja, mit welchen Einschränkungen müssen die dort lebenden Studierenden während den Maßnahmen rechnen?
Das Studierendenwerk Hamburg (StW) geht davon aus, dass während der Baumaßnahmen die Bestandsplätze weiter zur Verfügung stehen und vermietet werden. Einschränkungen durch Baulärm und Emissionen sowie temporäre Änderungen der Zuwegung zum Gebäude können nicht ausgeschlossen werden.
6. Welche Studierendenwohnheime mit jeweils wie vielen Plätzen gibt es in Eimsbüttel?
Es gibt zehn vom StW betriebene Wohnheime, die im Bezirk Eimsbüttel liegen:
Wohnheim Grindelallee mit 41 Plätzen,
Wohnheim Esther-Bejarano-Haus mit 124 Plätzen,
Wohnheim Rudolf-Laun-Haus mit 182 Plätzen,
Wohnheim Unnastraße mit 114 Plätzen,
Wohnheim Ottersbekallee mit 62 Plätzen,
Wohnheim Hagenbeckstraße mit 230 Plätzen,
Wohnheim Lokstedt mit 108 Plätzen,
Wohnheim Burse mit 115 Plätzen,
Wohnheim Bornstraße mit 43 Plätzen
Wohnheim Amalie-Dietrich-Haus mit 50 Plätzen.
7. Gibt es neben den beiden genannten Beispielen Planungen für weitere Nachverdichtungen
bestehender Studierendenwohnheime in Eimsbüttel? Wenn ja, welche?
8. Konnten in den letzten Jahren (seit 2022) neue Standorte für Studierendenwohnheime in Eimsbüttel
erschlossen werden? Wenn ja, welche?
Nein, in den letzten Jahren konnten keine neuen Standorte für Studierendenwohnheime in Eimsbüttel erschlossen werden und es gibt auch keine Planungen für weitere Nachverdichtungen im Bezirk Eimsbüttel. Aktuell plant das StW ein Objekt eines anderen gemeinnützigen Trägers in der Sedanstraße zu erwerben, das bereits teilweise für studentisches Wohnen genutzt wird.