Ver­kehrs­si­tua­tion im Kel­ten­weg (Nien­dorf)

Anfrage gem. § 27 BezVG
der Mit­glie­der der Bezirksversammlung
Marc Schem­mel, Ger­lind Böwer, Jan Ohmer, Rüdi­ger Rust, Jutta Sei­fert – SPD-Frak­tion und Ant­wort der Verwaltung.

Seit eini­ger Zeit ist der Kel­ten­weg zwi­schen Sach­sen­weg (ab Beginn Land­schafts­schutz­ge­biet) in Rich­tung Ohmoor nicht mehr für Pkw befahr­bar. Für Rad­fah­rer ist es dage­gen wei­ter­hin mög­lich, die Straße in beide Rich­tun­gen zu nutzen.
Im UfB am 11.06.07 hat der Lei­ter der Abtei­lung Prä­ven­tion und Ver­kehr des PK 24 dem Aus­schuss erklärt, dass eine Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung für den Kel­ten­weg in die­sem Bereich keine ideale Rege­lung sei.
Der OaLo hat daher auch keine Emp­feh­lung für eine Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung oder irgend­eine andere Lösung ausgesprochen. 

Die Anfrage wird – von der Behörde für Inne­res – wie folgt beantwortet:
Im Ein­ver­neh­men mit der Zen­tral­di­rek­tion und dem ört­li­chen Poli­zei­kom­mis­sa­riat 24 (PK 24) nimmt die zen­trale Stra­ßen­ver­kehrs­be­hörde wie folgt Stellung:

Daher fra­gen wir die Verwaltung:

1. Seit wann gilt die neue Regelung?

2. Von wem wurde sie veranlasst?

Zu Frage 1 und 2:
Die stra­ßen­ver­kehrs­be­hörd­li­che Anord­nung des PK 24 (Ein­rich­tung des Ver­bo­tes der Ein­fahrt in die Straße Kel­ten­weg am Ende der Bebau­ung in Rich­tung Ohmoor) vom 14.02.2008 wurde dem Bezirks­amt, E/MR, zur Aus­füh­rung über­sandt. Da die Rück­sen­dung einer Erle­di­gungs­mel­dung unter­blieb, ist das genaue Datum der Auf­stel­lung bei E/MR zu erfragen.
Im Vor­wege war Ein­ver­neh­men mit der zustän­di­gen Abtei­lung des Bezirks­am­tes Eims­büt­tel (E/MR) her­ge­stellt worden.

Die Ver­kehrs­zei­chen wur­den von E/MR am 14.04.2008 aufgestellt.

3. Wel­che Begrün­dung gibt es für die neue Rege­lung und wie ist diese mit der im UfB am 11.06.07 gemach­ten Ein­schät­zung des PK 24 ver­ein­bar, dass eine Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung für den Kel­ten­weg in die­sem Bereich keine ideale Rege­lung sei?

Zu Frage 3:
Die Begrün­dung für diese Rege­lung liegt in der ver­än­der­ten Nut­zung des Berei­ches. Einer­seits ist die Straße Sach­sen­weg durch eine bau­li­che Voll­sper­rung im Bereich der dor­ti­gen Sport­an­la­gen und Schule umge­wan­delt wor­den, so dass eine Durch­fahrt in Rich­tung Emmy-Beck­mann-Weg für den Indi­vi­du­al­ver­kehr nicht mög­lich ist. Ande­rer­seits ist in der letz­ten Zeit eine ver­stärkte Nut­zung der Sport­an­la­gen und des Fit­ness­cen­ters im Sach­sen­weg mit einem ent­spre­chend höhe­ren Ver­kehrs­auf­kom­men zu ver­zeich­nen. Dies führte zu einer mas­si­ven Beschwer­de­lage der Anwoh­ner, die sich über den Lärm und die Abgase beklag­ten. Um eine Ver­fes­ti­gung die­ser Situa­tion (Nut­zung der Straße Ohmoor als Schleich­weg für die An- bzw. Abfahrt der Sport­platz­nut­zer bzw. Besu­cher) zu ver­hin­dern wurde die o.b. Rege­lung ein­ge­führt. Zusätz­lich kön­nen Gefähr­dungs­si­tua­tio­nen im Begeg­nungs­ver­kehr im Bereich des Natur­schutz­ge­bie­tes im Kel­ten­weg so aus­ge­schlos­sen werden.

Außer­dem befin­den sich im wei­te­ren Ver­lauf des Ohmoor wei­tere unter­ge­ord­nete Stra­ßen (Tempo 30-Zonen), wäh­rend der Kel­ten­weg – wenn er in die andere Rich­tung zum Ver­las­sen der Sport­stät­ten genutzt wird – unmit­tel­bar auf eine über­ge­ord­nete Straße, den Mär­ker­weg, führt und den ent­spre­chen­den Ver­kehr somit gut auf­neh­men kann.
Das in die­ser Straße neu gewählte Kon­strukt der „unech­ten Ein­bahn­straße“ ist in der UfB vom 11.06.07 nicht bespro­chen und ange­dacht gewesen.
Die seit die­ser Bespre­chung am PK 24 ein­ge­gan­ge­nen Hin­weise und Beschwer­den – ins­be­son­dere von Anwoh­nern aus der Straße Ohmoor – haben dazu geführt, dass die bestehende Ver­kehrs­si­tua­tion erneut unter­sucht wurde, um eine ent­spre­chende Abhilfe zu fin­den. Bei die­ser noch­ma­li­gen Prü­fung wurde die nun­mehr ange­ord­nete und aus­ge­führte Rege­lung als Lösung gefun­den, die die Nach­teile einer Ein­bahn­stra­ßen­re­ge­lung nicht ein­tre­ten lässt aber die Vor­teile nutzt. Der abflie­ßende Ver­kehr der Sport­stät­ten wird auf dem kür­zes­ten Weg auf höher­ran­gige Stra­ßen geführt. Die für Anwoh­ner ent­ste­hen­den Umwege mit Kraft­fahr­zeu­gen sind dabei im kleinst­mög­li­chen Rah­men gehalten.

4. Wel­che Erfah­run­gen wur­den seit Ein­füh­rung der neuen Ver­kehrs­re­ge­lung im Kel­ten­weg gemacht?

Zu Frage 4:
Die mit die­ser Ver­kehrs­re­ge­lung gemach­ten Erfah­run­gen kön­nen auf­grund der erst sehr kur­zen Ein­rich­tungs­zeit noch nicht abschlie­ßend bewer­tet werden.