Viel­falt im öffent­li­chen Raum: Gen­der-Ver­kehrs­zei­chen mög­lich machen

Das schwei­ze­ri­sche Genf hat im Jahr 2020 eine sym­bol­träch­tige Initia­tive für mehr Geschlech­ter­ge­rech­tig­keit im öffent­li­chen Raum gestar­tet. Die an den rund 500 Zebra­strei­fen der Stadt ange­brach­ten Ver­kehrs­schil­der zei­gen nun nicht mehr allein männ­li­che, son­dern erst­mals auch weib­li­che Ver­kehrs­teil­neh­mer. Auch Schwan­gere, ältere Män­ner und Frauen sowie gleich­ge­schlecht­li­che Paare sind auf ver­schie­de­nen Vari­an­ten des glei­chen Ver­kehrs­schilds (Ver­kehrs­zei­chen 350 Fuß­gän­ger­über­weg) zu sehen.

Ziel des Pro­jekts ist es, die Sicht­bar­keit von Frauen im öffent­li­chen Raum zu erhö­hen. Auch in Deutsch­land zei­gen Ver­kehrs­zei­chen bis­lang vor­nehm­lich neu­trale Abbil­dun­gen, die jedoch als männ­lich erkenn­bar sind. Es gibt aber kei­nen Grund, wes­halb nicht auch Frauen auf Ver­kehrs­zei­chen abge­bil­det wer­den können.

Mag die geschlech­ter­ge­rechte Anpas­sung von Ver­kehrs­zei­chen zunächst sym­bo­li­schen Cha­rak­ter haben, bedeu­tet die­ses Zei­chen für Gleich­be­rech­ti­gung im öffent­li­chen Raum aber zugleich einen klei­nen Schritt für einen gesell­schaft­li­chen Wan­del. Um dies in Eims­büt­tel umset­zen zu kön­nen, ist eine Ham­bur­ger Initia­tive zu einer ent­spre­chen­den Ände­rung der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung erfor­der­lich. Dafür kann Ham­burg den Anstoß geben.

Peti­tum

Der Vor­sit­zende der Bezirks­ver­samm­lung wird gebe­ten, sich bei der Behörde für Inne­res und Sport dafür ein­zu­set­zen, dass sei­tens des Ham­bur­ger Senats auf eine Ände­rung der Stra­ßen­ver­kehrs­ord­nung hin­ge­wirkt wird, um die Vor­aus­set­zung für eine Ein­füh­rung von Gen­der-Ver­kehrs­zei­chen in der Ver­ant­wor­tung von Städ­ten und Gemein­den zu schaffen.

Koo­rosh Armi, Ernst Chris­tian Schütt, Ines Schwarza­rius, Annika Urban­ski und SPD-Fraktion