Wie sieht der Schul­un­ter­richt nach den Som­mer­fe­rien 2021 aus?

Anfrage nach § 27 BezVG der Mit­glie­der der Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel, Dr. Ann-Kath­rin Rie­gel, Janina Sat­zer und Pau­lina Rügge (SPD-Frak­tion)

Sach­ver­halt

Die Corona-Pan­de­mie war und ist für Fami­lien in Ham­burg wie auch im Bezirk Eims­büt­tel eine enorme Her­aus­for­de­rung. Corona-bedingte Beschrän­kun­gen sor­gen wei­ter­hin auch im Schul­be­trieb für schwie­rige Rah­men­be­din­gun­gen. Beson­ders war das im abge­lau­fe­nen Schul­jahr 2020/21 zu spü­ren, das Schü­le­rin­nen und Schü­lern, Eltern sowie auch den Lehr­kräf­ten vie­les abver­langte. Denn Kin­der sind durch aus­fal­len­den Schul­un­ter­richt in ihren Lern- und Ent­wick­lungs­mög­lich­kei­ten ein­ge­schränkt. In zahl­rei­chen Stu­dien wurde zudem auf­ge­zeigt, dass Kin­der durch die Pan­de­mie auch psy­chi­sche Belas­tun­gen erfah­ren. Vor die­sem Hin­ter­grund sind auch und gerade im bald begin­nen­den Schul­jahr große Anstren­gun­gen nötig, um die Pan­de­mie­fol­gen für Kin­der so gering wie mög­lich zu halten.

Dar­über hin­aus haben zahl­rei­che Eltern wäh­rend des letz­ten Jah­res durch die Betreu­ung ihrer Kin­der Belas­tungs­si­tua­tio­nen und Ein­schrän­kun­gen in ihrer Berufs­aus­übung erlebt. Ins­be­son­dere Frauen waren und sind über­durch­schnitt­lich von den Aus­wir­kun­gen betroffen.

Gegen­stand die­ser Anfrage sol­len die Pla­nun­gen für den Schul­be­trieb im Bezirk Eims­büt­tel sein. Gleich­wohl stellt sich die Frage für Fami­lien in ganz Hamburg.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die zustän­dige Behörde für Schule und Berufsbildung:

1. Wie plant die Schul­be­hörde vor dem Hin­ter­grund der Aus­wir­kun­gen der Corona-Pan­de­mie den Schul- und Unter­richts­be­trieb im Schul­jahr 2021/22?

2. Wel­che Pla­nun­gen gibt es für den Fall eines neu­er­li­chen star­ken Anstiegs der Infektionszahlen?

3. Wur­den Kon­zepte ent­wi­ckelt, um im Fall stei­gen­der Zah­len zu ver­hin­dern, dass Unter­richts­aus­fall bzw. Ein­schrän­kun­gen des Regel­be­triebs wie z.B. Wech­sel­un­ter­richt nötig wer­den? Wenn ja, welche?
Wenn nein, warum nicht?

Viele Stu­dien und Unter­su­chun­gen haben deut­lich gemacht, dass Distanz- und Wech­sel­un­ter­richt für viele Kin­der und Jugend­li­che kei­nen Ersatz für den Prä­senz­un­ter­richt dar­stel­len und zum Teil zu erheb­li­chen kogni­ti­ven, sozia­len und emo­tio­na­len Lern- und
Ent­wick­lungs­ver­zö­ge­run­gen füh­ren. Des­we­gen sind Ham­burgs Schu­len in allen Schul­for­men und in allen Jahr­gän­gen inklu­sive der berufs­bil­den­den Schu­len und der spe­zi­el­len Son­der­schu­len zu Beginn des neuen Schul­jah­res 2021/22 mit vol­lem Prä­senz­un­ter­richt und
einem Fünf-Stu­fen-Sicher­heits­kon­zept in das neue Schul­jahr gestartet.

Somit sol­len seit Schul­jah­res­be­ginn alle Unter­richts­stun­den, Ganz­tags­an­ge­bote, Schul- und Klas­sen­fahr­ten, Ein­schu­lungs- und Abschluss­fei­ern sowie Pro­jekt­wo­chen wie­der in Prä­senz statt­fin­den. Damit der Schul­un­ter­richt nach den Som­mer­fe­rien sicher begin­nen konnte, hat die BSB ein umfang­rei­ches Sicher­heits­kon­zept erar­bei­tet. Das schu­li­sche Sicher­heits­kon­zept hat fünf
Stufen:
1. Alle Schul­be­schäf­tig­ten haben sehr früh­zei­tig umfas­sende Impf­an­ge­bote bekom­men und in gro­ßem Umfang wahr­ge­nom­men. Die Gefahr einer Über­tra­gung von Corona durch Lehr­kräfte oder andere Schul­be­tei­ligte auf die Schü­le­rin­nen und Schü­ler ist damit erheb­lich ver­rin­gert wor­den. Dar­über hin­aus besteht wei­ter­hin die Mög­lich­keit, sich tes­ten zu lassen.
2. Zwei Mal in der Woche wer­den alle Schü­le­rin­nen und Schü­ler getes­tet, damit Infek­tio­nen mit dem Corona-Virus früh­zei­tig erkannt wer­den kön­nen. Die Tests sind kos­ten­los und wer­den in der Regel unter Anlei­tung der Lehr­kräfte in der Schule durchgeführt.
3. Wer sich im Schul­ge­bäude auf­hält, muss eine medi­zi­ni­sche Maske tragen.
4. Alle Unter­richts­räume sol­len nach 20 Minu­ten für fünf Minu­ten gelüf­tet wer­den, um ver­brauchte Luft und krank­heits­über­tra­gende Luft­par­ti­kel (Aero­sole) durch fri­sche Luft zu ersetzen.
5. Die für Bil­dung zustän­dige Behörde wird bis zu den Herbst­fe­rien alle Klas­sen­räume mit mobi­len Lüf­tungs­ge­rä­ten aus­stat­ten. Lange Zeit haben Exper­tin­nen und Exper­ten deren Ein­satz unter­schied­lich bewer­tet, sind aber in den letz­ten Wochen zu klareren
Ein­schät­zun­gen gekom­men. Ham­burg wird des­halb als ers­tes Land diese Geräte flä­chen­de­ckend einsetzen.

Bereits im Juni 2021 hatte sich die BSB mit den Spre­che­rin­nen und Spre­chern der Schul­lei­tun­gen aller Schul­for­men, mit Ver­tre­te­rin­nen und Ver­tre­tern der Kam­mern nach dem Ham­bur­gi­schen Schul­ge­setz und wei­te­ren Inter­es­sen­ver­tre­tun­gen sowie in Schul­lei­ter­dienst­be­spre­chun­gen über die Pla­nun­gen zum Schul­jahr 2021/22 aus­ge­tauscht. Mit Schrei­ben des Prä­ses der für Bil­dung zustän­di­gen Behörde sowie des Lan­des­schul­ra­tes an alle Schu­len und die Schul­öf­fent­lich­keit sowie über eine Pres­se­mit­tei­lung und das Inter­net wurde sehr breit dar­über infor­miert, unter wel­chen Bedin­gun­gen der Start in das Schul­jahr 2021/22 geplant wird. Siehe Pres­se­mit­tei­lung der BSB vom 17. Juni 2021, https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15191124/2021–06-17-bsb-schulstart-nachden-sommerferien/.

Die BSB wird alles tun, um erneute Schul­schlie­ßun­gen oder Unter­richts­ein­schrän­kun­gen zu ver­mei­den. Ent­spre­chend hat die BSB das sicher­lich umfang­reichste Sicher­heits­kon­zept ent­wi­ckelt, dass es der­zeit gibt. Es gilt des­halb auch im Schul­jahr 2021/22 die Pflicht für Schü­le­rin­nen und Schü­ler, sich zwei­mal wöchent­lich zu tes­ten sowie die Testan­ge­bote an alle, die an der Schule beschäf­tigt sind, sofern sie nicht zu den Geimpf­ten oder Gene­se­nen zäh­len. Mit der letz­ten Test­aus­lie­fe­rung vor den Som­mer­fe­rien wur­den seit Beginn der Schnell­tes­tun­gen im März 2021 über 9 Mil­lio­nen qua­li­ta­tiv hoch­wer­tige Schnell­tests für einen siche­ren Schul­be­trieb zur Ver­fü­gung gestellt. Mit die­ser Aus­lie­fe­rung ist die zwei­ma­lige Tes­tung pro Woche auch zum Start in das neue Schul­jahr 2021/22 an allen Schu­len sicher­ge­stellt. Wie rich­tig und wich­tig diese Maß­nahme ist, zeigt sich u. a. daran, dass auch bei sin­ken­den Infek­ti­ons­zah­len vor den
Som­mer­fe­rien posi­tive Infek­ti­ons­fälle über die schu­li­schen Schnell­tests ent­deckt und eine Wei­ter­ver­brei­tung in der Schule und in den Fami­lien effek­tiv ein­ge­dämmt wer­den konnte. Diese umfas­sen­den Sicher­heits­maß­nah­men wer­den durch zahl­rei­che Ein­zel­re­ge­lun­gen wie Hygie­ne­re­geln (z. B. Hän­de­wa­schen), die Tren­nung der Jahr­gangs­stu­fen oder die Qua­ran­täne- und Test­pflicht für Urlaubs­rück­keh­re­rin­nen und Urlaubs­rück­keh­rer ergänzt, die im „Mus­ter-Corona-Hygie­ne­plan“ der BSB und der Schu­len detail­liert gere­gelt sind und stän­dig aktua­li­siert werden.

Wel­che Maß­nah­men aktu­ell an den Schu­len gel­ten ist auch stets aktu­ell in den FAQs der BSB zum Thema Corona an Schu­len ver­öf­fent­licht: https://​www​.ham​burg​.de/​b​s​b​/​1​3​6​7​9​6​4​6​/​c​o​r​o​n​a​-​f​aqs.

Ins­ge­samt trägt die­ses Sicher­heits­pa­ket erheb­lich dazu bei, Schul­schlie­ßun­gen oder Aus­set­zun­gen des Prä­senz­un­ter­richts zu vermeiden.
Ins­be­son­dere im Kon­text der umfang­rei­chen Test­pflich­ten für Rei­se­rück­keh­re­rin­nen und Rei­se­rück­keh­rer, der Test­pflicht für Schü­le­rin­nen und Schü­ler und dem hohen Anteil an geimpf­ten Schul­be­schäf­tig­ten geht die BSB davon aus, dass der weit über­wie­gende Teil der Per­so­nen, die sich in Schu­len auf­hal­ten, getes­tet oder geimpft sind.

Nach­dem am 16. August 2021 die STIKO eine neue Emp­feh­lung zur Imp­fung von Kin­dern und Jugend­li­chen ab zwölf Jah­ren ver­öf­fent­lich hat, star­ten in Abstim­mung zwi­schen den Schu­len, den Mobi­len Impf­teams sowie der BSB und der Sozi­al­be­hörde am 27. Augst 2021 zusätz­lich zu den in Ham­burg bereits bestehen­den Impf­an­ge­bo­ten für Kin­der und Jugend­li­che erste Imp­fun­gen an den wei­ter­füh­ren­den all­ge­mein­bil­den­den und berufs­bil­den­den Schu­len. Zum Stich­tag 25. August 2021 waren in Ham­burg 25,9 % der 12- bis 17-Jäh­ri­gen geimpft. Der Bun­des­durch­schnitt lag bei 29,2 %. Auch die Ter­mine für die Zweit­imp­fun­gen drei Wochen spä­ter ste­hen bereits fest. Ver­impft wird der emp­foh­lene mRNA-Impf­stoff von Bio­N­Tech SE.

Die Prä­senz­pflicht bleibt bis zu den Herbst­fe­rien auf­ge­ho­ben. Damit wird auf Fami­lien mit Kin­dern oder engen Ange­hö­ri­gen, die unter Vor­er­kran­kun­gen mit beson­de­rer Risi­ko­lage lei­den, Rück­sicht genom­men. Gleich­wohl gilt die Schul­pflicht ohne Ein­schrän­kung, d. h.
Schü­le­rin­nen und Schü­ler müs­sen sich an den für sie von der Schule ent­wi­ckel­ten Ange­bo­ten betei­li­gen. Diese Ange­bote wer­den von den Schu­len ent­spre­chend ihrer per­so­nel­len Res­sour­cen zur Ver­fü­gung gestellt. Im Übri­gen siehe auch das Schrei­ben des Lan­des­schul­ra­tes vom 29. Juli 2021 (https://www.hamburg.de/contentblob/15303710/949429b8d204e17f19d17f32001b723b/data/b‑brief-29-juli-2021.pdf), die Pres­se­mit­tei­lun­gen der BSB vom 3. August 2021 (https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15307120/2021–08-03-bsb-schuljahr-2021–22/), vom 19. August 2021 (https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15343664/2021–08-19-bsb-schulbehoerde-bestellt-mobile-luftfilter/) und vom 27. August 2021 (https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15359512/2021–08-27-impfen-an-schulen/) sowie die Drs. 22/5553, 22/5364, 22/5310, 22/5097.

4. Gibt es einen Stu­fen­plan für den Unter­richts­be­trieb in Abhän­gig­keit vom Infektionsgeschehen?
Wenn ja, wie sieht der Plan aus?

5. Wel­che Betreu­ungs­in­ten­si­tät ist in den Pla­nun­gen jeweils vor­ge­se­hen? In wel­chem Maß kann die Betreu­ung (aus­ge­nom­men Qua­ran­tä­ne­maß­ah­men) im Ver­gleich zu einem Nor­mal­be­trieb auf­recht­erhal­ten werden?

6. Wel­che Grup­pen­grö­ßen sind in den ver­schie­de­nen Betreu­ungs­kon­zep­ten vorgesehen?

7. Wie plant die Schul­be­hörde, Unter­richt in fes­ten Grup­pen zu gewährleisten?

8. Im Falle von Wechselunterricht:
a. Ist Wech­sel­un­ter­richt in hybri­der Form geplant und wird dabei die Mög­lich­keit ein­be­zo­gen, beide Klas­sen­hälf­ten außer­halb des Eltern­hau­ses zu betreuen, um Eltern Berufs­tä­tig­keit bzw. Kin­dern den Kon­takt mit ande­ren Kin­dern zu ermög­li­chen? Wenn nein, warum nicht?
Wenn ja, wie wird gewähr­leis­tet, dass die andere Hälfte der Klasse aktiv an dem hybri­den Unter­richt teil­neh­men kann?
b. Gibt es die tech­ni­sche bzw. sons­tige Mög­lich­keit, dass der Teil der Schü­le­rin­nen und Schü­ler, wel­cher online am hybri­den Unter­richt teil­nimmt, Rück­fra­gen an das Lehr­per­so­nal stel­len kann? Wenn nein, warum nicht?
c. Wurde oder wird eine Anmie­tung von zusätz­li­chen Räu­men, z.B. Hotel­kon­fe­renz­räu­men erwo­gen, um die jeweils andere Hälfte der Klasse in einem schul­raum­ar­ti­gen Set­ting mit­be­treuen zu können?
d. Wie wird die Betreu­ung der zwei­ten Klas­sen­hälfte sicher­ge­stellt? Wel­che Per­so­nen sind dafür vor­ge­se­hen?

Die BSB bewer­tet die pan­de­mi­sche Lage regel­mä­ßig und behält sich vor, wei­tere Maß­nah­men oder Ände­run­gen in der Test­stra­te­gie vor­zu­neh­men, wenn es ange­zeigt ist. In Abhän­gig­keit von der dyna­mi­schen Ent­wick­lung der Pan­de­mie-Situa­tion gibt es auch im
Schul­jahr 2021/22 drei mög­li­che For­men der Unterrichtsorganisation:
• den Präsenzunterricht,
• den Distanz­un­ter­richt und
• den Wech­sel­un­ter­richt bzw. Hybrid­un­ter­richt als Kom­bi­na­tion von Prä­senz- und Distanzunterricht.

Für die päd­ago­gi­sche und didak­ti­sche Aus­ge­stal­tung des Distanz- und Hybrid­un­ter­richts wur­den von der BSB umfang­rei­che Hin­weise und Kon­zepte ent­wi­ckelt. So erhiel­ten etwa im März 2020 die Schu­len mit Brief des Lan­des­schul­ra­tes Infor­ma­tio­nen zur Gestal­tung des
online­ge­stütz­ten Fern­un­ter­richts. Sie ergän­zen den regel­mä­ßig erschei­nen­den News­let­ter Digi­tal macht Schule (https://​digi​tal​macht​schule​.de).

Zudem wurde den Schu­len die Hand­rei­chung zur Gestal­tung des Distanz­un­ter­richts an Ham­bur­ger Schu­len vom 13. August 2020
(https://​www​.ham​burg​.de/​c​o​n​t​e​n​t​b​l​o​b​/​1​4​2​1​5​2​0​8​/​9​f​c​0​0​1​4​0​1​6​8​9​0​b​a​1​3​8​c​0​8​3​b​e​3​0​9​5​4​b​9​b​/​d​a​t​a​/​h​a​n​d​r​e​i​c​h​u​n​g​-​d​i​s​t​a​n​z​u​n​t​e​r​r​i​c​h​t​.​pdf) zur Ver­fü­gung gestellt, auf deren Grund­lage an den Schu­len ent­spre­chende Lern­kon­zepte ent­wi­ckelt wur­den. Am 30. Sep­tem­ber 2020 folg­ten Hin­weise für den Hybrid­un­ter­richt als Kom­bi­na­tion von Prä­senz- und Distanz­un­ter­richt (https://​www​.ham​burg​.de/​c​o​n​t​e​n​t​b​l​o​b​/​1​4​3​7​8​0​6​6​/​d​0​d​d​0​3​c​d​1​b​f​1​6​d​f​4​e​0​4​5​c​9​5​1​b​9​b​7​9​0​4​e​/​d​a​t​a​/​a​n​l​a​g​e​-​h​y​b​r​i​d​u​n​t​e​r​r​i​c​h​t​.​pdf), in deren Erstel­lung eine Viel­zahl von Rück­mel­dun­gen aus den Schu­len ein­ge­flos­sen ist. Ent­hal­ten sind Hin­weise und Anre­gun­gen für ver­schie­dene Sze­na­rien des Distanz- und Wech­sel­un­ter­richts. In dem Begleit­schrei­ben des Lan­des­schul­ra­tes vom 30. Sep­tem­ber 2020 wur­den die Schu­len auf­ge­for­dert, auf die­ser Grund­lage die ent­spre­chen­den Vor­be­rei­tun­gen für etwaige Ver­än­de­run­gen im Corona-Gesche­hen vor­zu­neh­men, so z. B. Ver­ab­re­dun­gen für die Kom­mu­ni­ka­tion, Vor­be­rei­tung der Schü­le­rin­nen und Schü­ler (Lern­me­tho­den, Selbst­or­ga­ni­sa­tion, Geräte u. a.) sowie die Samm­lung und Bereit­stel­lung von Auf­ga­ben und Mate­ria­lien (siehe https://www.hamburg.de/contentblob/14378024/326beda90a6bbbe2903b2391a5b8ea87/data/b‑brief-hybridunterricht-lueften-quarantaenemassnahmen.pdf).

Der hybride Unter­richt besteht aus auf­ein­an­der bezo­ge­nen Pha­sen des Prä­senz­un­ter­richts in der Schule und des Distanz­un­ter­richts zu Hause sowie einer sinn­vol­len kom­mu­ni­ka­ti­ven Ver­knüp­fung bei­der Pha­sen. Der hybride Unter­richt ermög­licht Lern­pro­zesse par­ti­ell unab­hän­gig von Ort und Zeit und berück­sich­tigt die unter­schied­li­chen häus­li­chen Vor­aus­set­zun­gen der Schü­le­rin­nen und Schüler.
Die Sor­ge­be­rech­tig­ten ihrer­seits sind ver­ant­wort­lich dafür, die Bedin­gun­gen für das Ler­nen zu Hause sicher­zu­stel­len, ent­we­der, indem sie sich selbst z. B. um die Ein­rich­tung eines WLAN-Anschlus­ses küm­mern sowie einen Platz zum Ler­nen schaf­fen, oder das Pro­blem der Schule mit­tei­len und sich von der Schule unter­stüt­zen lassen.

Anders als der reine Distanz­un­ter­richt ermög­licht der Hybrid­un­ter­richt als Kom­bi­na­tion von Prä­senz- und Distanz­un­ter­richt wäh­rend der Prä­senz­phase inten­sive Kon­takte zwi­schen Leh­re­rin­nen und Leh­rern zu ihren Schü­le­rin­nen und Schü­lern und damit auch die
Mög­lich­kei­ten zur Über­prü­fung der Schul­pflicht bzw. der Ein­schät­zung von Gefähr­dungs­la­gen. Den Schu­len obliegt die Ver­ant­wor­tung, den Kon­takt zu allen Schü­le­rin­nen und Schü­lern zu hal­ten und mög­li­che Pro­blem­la­gen im Blick zu behal­ten. Die all­ge­meine Schul­pflicht ist ein hohes Gut und besteht sowohl im Prä­senz- als auch im Distanz­un­ter­richt. Ein regel­mä­ßi­ger Kon­takt zwi­schen den Sor­ge­be­rech­tig­ten und Klas­sen- bzw. Fach­lehr­kräf­ten über Tele­fon oder E‑Mail muss des­halb sicher­ge­stellt sein.

Zur Gestal­tung des Hybrid­un­ter­richts stellt die BSB den staat­li­chen Schu­len seit Som­mer 2020 das Lern­ma­nage­ment­sys­tem „LMS Ler­nen Ham­burg“ zur Ver­fü­gung. Das Lern­ma­nage­ment­sys­tem ermög­licht die Abbil­dung von Lern­pro­zes­sen, einzelnen
Unter­richts­stun­den bis hin zu kom­plet­ten Unter­richts­ein­hei­ten in einer siche­ren und daten­schutz­kon­for­men Umge­bung, sodass die Kom­mu­ni­ka­tion mit­tels Nach­rich­ten, Forums­bei­trä­gen oder Video­kon­fe­ren­zen in einem ein­heit­li­chen, schul­über­grei­fen­den und
daten­schutz­kon­for­men Sys­tem erfol­gen kann. Das LMS bie­tet so die Mög­lich­keit, Pha­sen des Distanz­ler­nens mit Pha­sen des Prä­senz­un­ter­richts (hybride Unter­richts­form) tech­nisch sinn­voll zu ver­knüp­fen. Zudem ermög­licht es die digi­tale Zusam­men­ar­beit im Kol­le­gium, in Schul­lei­tungs­grup­pen, Schul­ent­wick­lungs­grup­pen, Fach­schaf­ten u. v. m. Das „LMS Ler­nen Ham­burg” ergänzt damit bestehende Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tools für Leh­re­rin­nen und Leh­rer um wich­tige Funktionen.

Die Poten­ziale digi­tal gestütz­ter Gestal­tung von Lehr- und Lern­pro­zes­sen und die päd­ago­gisch sinn­volle Nut­zung digi­ta­ler Bil­dungs­me­dien in allen Schul­fä­chern wur­den in der Zeit der Aus­set­zung des Prä­senz­un­ter­richts mehr als deut­lich. Für die Aus­stat­tung mit digi­ta­len End­ge­rä­ten im Rah­men des Fern­un­ter­richts ste­hen bei Bedarf ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten zur Ver­fü­gung: Aus dem Sofort­aus­stat­tungs­pro­gramm zum Digi­tal­Pakt Schule kön­nen mobile End­ge­räte an bedürf­tige Schü­le­rin­nen und Schü­ler aus­ge­lie­hen wer­den. Ebenso besteht für Schü­le­rin­nen und Schü­ler mit Berech­ti­gung zum Bezug von Sozi­al­leis­tun­gen die Mög­lich­keit, ein digi­ta­les End­ge­rät zu erhalten.

Ham­burg konnte seit Aus­bruch der Pan­de­mie durch die mas­sive Anschaf­fung zusätz­li­cher End­ge­räte die digi­tale Aus­stat­tung der Schu­len deut­lich ver­bes­sern. Die BSB hat unmit­tel­bar mit Inkraft­tre­ten des Digi­tal­Pakts Schule sowie der Zusatz­ver­ein­ba­rung zur Sofort­aus­stat­tung mit der Umset­zung der Aus­stat­tung der Schu­len begon­nen. Hier­durch wurde erreicht, dass über 63.000 Lap­tops und Tablets in den staat­li­chen Ham­bur­ger Schu­len, davon mehr als 45.000 in den staat­li­chen all­ge­mein­bil­den­den Schu­len, für die unter­richt­li­che Nut­zung zur Ver­fü­gung ste­hen. Von die­sen ste­hen 20.000 Tablets oder Lap­tops, die mit Mit­teln aus der Zusatz­ver­ein­ba­rung zum Digi­tal­Pakt zur Sofort­aus­stat­tung ange­schafft wur­den, für die Aus­leihe an Schü­le­rin­nen und Schü­ler zur Verfügung.

Neben die­sen 45.000 neuen Lap­tops und Tablets für Schü­le­rin­nen und Schü­ler wur­den über 3.000 Dis­plays und Pro­jek­to­ren allein im letz­ten Jahr an Ham­burgs Schu­len aus­ge­lie­fert. 99 Pro­zent aller staat­li­chen Schu­len sind inzwi­schen mit WLAN aus­ge­stat­tet. Alle Schu­len bekom­men bei Aus­lie­fe­rung der mobi­len End­ge­räte und der Prä­sen­ta­ti­ons­sys­teme grund­sätz­lich eine kurze tech­ni­sche Ein­wei­sung im Rah­men der Gerä­te­über­gabe durch die Lie­fer­fir­men. Das Lan­des­in­sti­tut für Leh­rer­bil­dung und Schul­ent­wick­lung (LI) bie­tet den Schu­len dar­über hin­aus eine wei­ter­füh­rende schul­in­terne tech­ni­sche Ein­wei­sung an, wel­che über tech­ni­sche Aspekte hin­aus auch didak­ti­sche Ein­satz­mög­lich­kei­ten aufgreift.

Für ein zeit­ge­mä­ßes Unter­rich­ten und Arbei­ten bekom­men Ham­burgs Leh­re­rin­nen und Leh­rer sowie andere unter­rich­tende Beschäf­tigte seit Beginn des Schul­jah­res 2021/22 erst­mals Dienst-Tablets. Dazu hat die BSB rund 20.000 neue Tablets bestellt, die in den ers­ten Wochen des neuen Schul­jah­res gelie­fert wer­den sol­len. Die trag­ba­ren Geräte sind ein­fach und intui­tiv zu bedie­nen, kom­pa­ti­bel und mobil, leicht, schnell ein­satz­be­reit und haben Foto- und Video-Funk­tio­nen bereits fest inte­griert. Damit sind die Tablets z. B. in Ver­bin­dung mit den „digi­ta­len Tafeln“ ein­setz­bar, sie sind dank der inte­grier­ten Kamera für Online-Unter­richt und in
Kom­bi­na­tion mit Tas­ta­tur, Mouse, Bild­schirm und Stift auch zur Text- oder Tabel­len­be­ar­bei­tung nutz­bar. Siehe hierzu auch die Pres­se­mit­tei­lung der BSB vom 3. August 2021.

Digi­ta­les Ler­nen und Leh­ren wird in Ham­burg groß geschrie­ben. Im ver­gan­ge­nen Schul­jahr absol­vier­ten 80 Schu­len (40 Grund­schu­len, 40 Stadt­teil­schu­len und Gym­na­sien) das inno­va­tive Qua­li­fi­zie­rungs­an­ge­bot „Digi­tal macht Schule“. Die Fort­bil­dungs­maß­nahme „Digi­tal
macht Schule“ ist inno­va­tiv, modern und passt sich den ver­schie­de­nen Anfor­de­run­gen an die digi­tale Schul- und Unter­richts­ent­wick­lung an. Im aktu­el­len Schul­jahr 2021/22 wird das erfolg­rei­che Pro­gramm fort­ge­führt: 40 wei­tere Schu­len haben sich bereits vor den Som­mer­fe­rien für den nächs­ten Durch­gang am LI bewor­ben. Somit trei­ben ins­ge­samt schon 140 Schu­len aller Schul­for­men in Ham­burg das Ler­nen mit digi­ta­len Medien im Rah­men des Pro­gramms wei­ter voran. Das Ange­bot „Digi­tal macht Schule“ nutzt die soge­nannte Blen­ded Lear­ning-Methode, bei der klas­si­sche Fort­bil­dung mit digi­ta­len Lern­mo­del­len ver­bun­den wer­den. Das ist ein wich­ti­ger Bau­stein bei der Anpas­sung von Schule und Unter­richt in der digi­ta­len Welt. Neben den dra­ma­ti­schen Erfol­gen beim Aus­bau der Infra­struk­tur und in der tech­ni­schen Aus­stat­tung sind die Qua­li­fi­zie­rung der Lehr­kräfte und Schu­len wich­tige Fak­to­ren in der digi­ta­len Schul­ent­wick­lung. Siehe hierzu auch die Pres­se­mit­tei­lung der BSB vom 19. August 2021 (https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15343778/2021–08-19-bsb-digital-machtschule/).

9. Wird für den Fall eines ein­ge­schränk­ten Pan­de­mie­be­triebs, etwa mit Klein­grup­pen bzw. der Hal­bie­rung von Klas­sen, mit einem erhöh­ten Per­so­nal­be­darf gerech­net? Wenn ja, wie wird die­ser Bedarf gedeckt?
a. Wur­den dazu Per­so­nen aus dem Bereich des exter­nen Kin­der­un­ter­richts, z.B. Lehr­kräfte an Musik- und Kunst­schu­len etc. gezielt ange­spro­chen, um die Betreu­ungs­ka­pa­zi­tät zu verstärken?
b. Gibt es all­ge­mein Kon­zepte, um klei­nere Schul­klas­sen zu ermög­li­chen? Wenn ja, wie sehen diese aus?
Wenn nein, warum nicht?
c. Wer­den bei der Betreu­ung auch die Eltern einbezogen?

Im Rah­men des Hybrid­un­ter­richts sind die Klas­sen in klei­nere, feste Lern­grup­pen auf­zu­tei­len, da das Abstands­ge­bot und die Hygie­ne­re­geln gel­ten. Im Rah­men der Maß­nah­men zur Umset­zung des Schul­struk­tur­frie­dens wur­den zum 1. August 2020 an allen Gym­na­sien die Basis­fre­quen­zen in den Klas­sen­stu­fen 5 bis 10 abge­senkt. In den Klas­sen­stu­fen 5 und 6 wurde die Basis­fre­quenz von 26 auf 25 abge­senkt und in den Klas­sen­stu­fen 7 bis 10 erfolgte die Absen­kung von 25 auf 24 Schü­le­rin­nen und Schü­ler. Durch die klare Prio­ri­tä­ten­set­zung des Ham­bur­ger Senats seit 2011 und den kon­ti­nu­ier­li­chen Per­so­nal­auf­bau an den Ham­bur­ger Schu­len beträgt die durch­schnitt­li­che Klas­sen­größe an den Grund­schu­len 20,8 Schü­le­rin­nen und Schü­ler, an den Stadt­teil­schu­len in den Jahr­gangs­stu­fen 5 bis 6 22,7 Schü­le­rin­nen und Schü­ler sowie in den Jahr­gangs­stu­fen 7 bis 10 24,3 Schü­le­rin­nen und Schü­ler und an den Gym­na­sien in den Jahr­gangs­stu­fen 5 bis 10 22,6 Schü­le­rin­nen und Schüler.

379 neue Refe­ren­da­rin­nen und Refe­ren­dare haben am 1. August 2021 mit der nach dem Stu­dium zwei­ten Phase der Leh­rer­aus­bil­dung. Wäh­rend bun­des­weit der Man­gel an Lehr­kräf­ten zum Teil dra­ma­tisch zunimmt, gab es in Ham­burg trotz einer Stei­ge­rung der
Aus­bil­dungs­plätze um mehr als 40 Pro­zent immer noch fast dop­pelt so viele Bewer­ber (755) wie Aus­bil­dungs­plätze. Gegen­über dem vor­he­ri­gen Ein­stel­lungs­ter­min im Februar 2021 ist die Zahl der Bewer­bun­gen sogar leicht ange­stie­gen (+58). Die Ein­stel­lungs­quote liegt bei 50,2 Pro­zent. Die neuen Lehr­kräfte im Vor­be­rei­tungs­dienst wer­den nun 18 Monate lang im LI und
in den Schu­len ausgebildet.

Zum neuen Schul­jahr 2021/22 wird die Zahl der Stel­len für Lehr­kräfte an den all­ge­mein­bil­den­den Schu­len um 449 auf 14.824 Stel­len erhöht. 4.899 Stel­len davon ent­fal­len auf Grund­schu­len (+196), 788 Stel­len auf Son­der­schu­len (-10), 5.294 Stel­len auf
Stadt­teil­schu­len (+149) und 3.843 Stel­len auf Gym­na­sien (+114). Dar­über hin­aus ste­hen den all­ge­mein­bil­den­den Schu­len 1.996 Stel­len (+61) für päd­ago­gi­sches und the­ra­peu­ti­sches Fach­per­so­nal zur Ver­fü­gung. Somit gibt es ins­ge­samt 510 zusätz­li­che päd­ago­gi­sche Stellen
an den all­ge­mein­bil­den­den staat­li­chen Schu­len. Zusam­men mit den 2.463 Stel­len an den berufs­bil­den­den Schu­len ver­fü­gen die staat­li­chen Schu­len im kom­men­den Schul­jahr über 19.283 päd­ago­gi­sche Stel­len – ein Höchststand.

Neue Ver­wal­tungs­lei­tun­gen an den Schu­len wer­den die Schu­len ent­las­ten. Künf­tig wer­den sie anspruchs­volle Auf­ga­ben in den Berei­chen Schul­bud­get, Beschaf­fun­gen, Ver­trags­an­ge­le­gen­hei­ten und Per­so­nal­ma­nage­ment über­neh­men. Im Herbst star­tet ein
umfang­rei­ches Fort­bil­dungs­kon­zept für die neuen Ver­wal­tungs­lei­tun­gen. 20 Schu­len haben mit der Ein­füh­rung einer Ver­wal­tungs­lei­tung bereits am 1. Februar 2021 begon­nen, wei­tere Schu­len haben zum 1. August 2021 neue Ver­wal­tungs­lei­tun­gen ein­ge­stellt. Siehe hierzu auch die Pres­se­mit­tei­lung der BSB vom 1. August 2021 (https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15296750/2021–08-01-bsbnachwuchslehrkraefte-in-hamburg/).

10. An wel­che Stel­len kön­nen sich Eltern im Bezirk Eims­büt­tel wen­den, wenn durch ein­ge­schränkte oder feh­lende Betreu­ung die eigene Arbeits­stelle in Gefahr ist oder ver­lo­ren wurde?

Dies liegt in der Zustän­dig­keit des Bezirks­am­tes Eimsbüttel.

11. Steht die Schul­be­hörde im Aus­tausch mit wei­te­ren Behör­den, um sicher­zu­stel­len, dass ein siche­rer Kita- und Schul­be­such sowie Sport für Kin­der in Ham­burg eine vor­dring­li­che Prio­ri­tät besitzt, ggf. auch gegen­über Akti­vi­tä­ten für Erwach­sene wie Sport­groß­ereig­nisse, Ver­gnü­gungs- und Freizeitangebote?
Wenn ja, wurde dazu ein Prio­ri­sie­rungs­plan vereinbart?
Wenn nein, warum nicht?

Die Behör­den ste­hen in einem stän­di­gen Aus­tausch miteinander.

12. Von Schü­le­rin­nen und Schü­lern sowie Leh­re­rin­nen und Leh­rer wird der Wunsch geäu­ßert, auch nach der Pan­de­mie einen Unter­richt in klei­ne­ren Grup­pen zu ermög­li­chen. Gibt es sei­tens der Schul­be­hörde dies­be­züg­lich aktu­elle Pla­nun­gen? Wenn ja, welche?

Siehe Ant­wort zu 9.

13. Wer­den Ein­schrän­kun­gen des Regel­be­triebs wie z.B. Wech­sel­un­ter­richt nach Beschaf­fung und Inbe­trieb­nahme von Luft­fil­tern für alle Klas­sen gene­rell noch in Betracht gezo­gen? Wenn ja, wel­che pan­de­mie­be­ding­ten Vor­aus­set­zun­gen müs­sen dann erfüllt sein?

Die BSB möchte das Risiko erneu­ter Schul­schlie­ßun­gen in jedem Fall aus­schlie­ßen. Des­halb wer­den zusätz­lich zu den bereits erfolg­reich ange­wen­de­ten, oben auf­ge­führ­ten Sicher­heits­maß­nah­men Unter­richts­räume mit mobi­len Luft­rei­ni­gungs­ge­rä­ten noch siche­rer gemacht. Ham­burg ist bis­lang das ein­zige Bun­des­land, das flä­chen­de­ckend alle Klas­sen­räume und einen gro­ßen Teil der wei­te­ren Unter­richts­räume mit mobi­len Luft­fil­ter­ge­rä­ten aus­stat­tet. Trotz der ange­spann­ten Markt­si­tua­tion ist es gelun­gen, recht­zei­tig eine so große Zahl von Gerä­ten sicher zu bestellen.

Die BSB hat zum Stand 19. August 2021 über 21.000 mobile Luft­fil­ter­ge­räte im Wert von über 21 Mil­lio­nen € bei ver­schie­de­nen Her­stel­lern für die Unter­richts­räume der staat­li­chen Ham­bur­ger Schu­len ver­bind­lich bestellt. Im Gegen­zug haben die Her­stel­ler nach einer umfang­rei­chen Aus­schrei­bung und inten­si­ven Gesprä­chen zuge­si­chert, ab Anfang Sep­tem­ber und bis Ende der Herbst­fe­rien min­des­tens rund 18.000 Geräte zu lie­fern. Die wei­te­ren Geräte sol­len im Okto­ber fol­gen. Mit die­ser sehr umfang­rei­chen Bestel­lung von mobi­len Luft­fil­ter­ge­rä­ten wer­den Ham­burgs Schu­len noch bes­ser vor Corona-Infek­tio­nen geschützt.

Ziel der BSB ist es, 10.000 Unter­richts­räume mit Luft­fil­ter­ge­rä­ten aus­zu­stat­ten und so die Sicher­heit für die rund 8.600 Schul­klas­sen an den all­ge­mein­bil­den­den Schu­len sowie die Schul­klas­sen an den berufs­bil­den­den Schu­len zu erhö­hen. Bereits zum Stand 19. August
2021 haben ein­zelne all­ge­mein­bil­dende Schu­len rund 800 Klas­sen­räume mit Luft­rei­ni­gungs­an­la­gen aus­ge­stat­tet. Im Übri­gen siehe hierzu die Pres­se­mit­tei­lung der BSB vom 19. August 2021 und 15. Juli 2021 (https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15263616/2021–07-15-bsb-luftfilter/) sowie die Drs. 22/5218 und 22/5275. Im Übri­gen siehe Ant­wort zu 4.–8.