Wild­tiere im Voßbarg

Kleine Anfrage des Mit­glie­des der Bezirksversammlung
Herrn Marc Schem­mel, SPD-Fraktion
und Ant­wort der Verwaltung

Der OaLo hat am 25.06.07 in einem inter­frak­tio­nel­len Antrag eine Bewer­tung der Park­an­la­gen und Grün­we­ge­ver­bin­dun­gen im Orts­amts­be­reich Lok­s­tedt hin­sicht­lich der Aus­wei­sung von Hun­de­aus­lauf­zo­nen nach § 9 Abs. 3 des Hun­deG vor­ge­nom­men und an die BV Eims­büt­tel wei­ter­ge­lei­tet. Hin­sicht­lich der Bele­gen­hei­ten „Auf dem Voßbarg/​ Grün­an­lage Voß­barg“ sowie „Jüten­weg-Rein­hold-Meyer-Straße-Grün­an­lage Voß­barg“ hatte der OaLo die Frei­gabe empfohlen.

In einer Bür­ger­ein­gabe an den OaLo vom 05.05.08 heißt es nun, dass sich in den Bereich der Grün­an­lage Voß­barg auf Höhe der Rein­hold-Meyer-Straße bis zur Straße „Zum Nien­dor­fer Grenz­haus“ Wild­tiere zurück­ge­zo­gen hät­ten, ins­be­son­dere in dem bis­her ein­ge­zäun­ten Abschnitt. Bür­ger hät­ten hier auch schon mit ihren Hun­den Wild­tiere auf­ge­schreckt. Zudem soll die Ein­zäu­nung an ver­schie­de­nen Stel­len beschä­digt sein.

Daher frage ich die Verwaltung:

1. Wie stellt sich die Situa­tion im Voß­barg der­zeit ins­ge­samt dar?
a) Wie wird der Voß­barg von Hun­de­hal­tern angenommen?

Die Park­an­lage Voß­barg wird nach Kennt­nis des Fach­am­tes E / MR von Hun­de­hal­tern gut angenommen.

b) Befin­den sich auf für Hun­den frei­ge­ge­be­nen Flä­chen im Voß­barg Wild­tiere und wenn ja, wel­che, in wel­cher Anzahl und in wel­chen Abschnitten?

Die Park­an­lage Voß­barg grenzt unmit­tel­bar an Forst- und Wie­sen­flä­chen der Feld­mark an.
Wild­le­bende Tiere bewe­gen sich frei auf die­sen Flä­chen und in gro­ßen Tei­len des Ham­bur­ger Stadt­ge­bie­tes. Dem­entspre­chend kann das Fach­amt E/MR keine dif­fe­ren­zier­ten Aus­sa­gen zu Arten, Anzah­len und Auf­ent­halt der Tiere tref­fen. Es ist anzu­neh­men, es sich bei den Wild­tie­ren im Voß­barg und Umge­bung um Nie­der­wild, wie Kanin­chen, Hasen und Reh­wild han­delt und um Raub­wild, wie Fuchs und Mar­der.

2. Wie wird die Situa­tion im Abschnitt der ein­ge­zäun­ten Flä­che im nord-öst­li­chen Bereich der Grün­an­lage Voß­barg beurteilt?
a) Wofür ist die Ein­zäu­nung hier vorgesehen?

Die Ein­zäu­nung der nord-öst­li­chen Teil­flä­che der Park­an­lage diente ursprüng­lich der Scho­nung der neu ange­pflanz­ten Bäume und Sträucher.

b) Wie ist der Zustand des Zau­nes und was wird ggf. getan, damit sich Men­schen und Tiere hier nicht ver­let­zen, Hunde und Wild­tiere sich nicht begeg­nen bzw. der Zaun wie­der seine eigent­li­che Funk­tion erfüllt?

Der Zaun um die Park­an­la­gen­flä­che ist stre­cken­weise stark beschädigt.
Da inzwi­schen keine Not­wen­dig­keit für den Zaun mehr besteht, wird die­ser in naher Zukunft durch das Fach­amt E / MR zurückgebaut.

3. Scheint es aus Sicht der Ver­wal­tung erfor­der­lich, eine neue Rege­lung für diesen/​ wei­tere Abschnitte des Voß­bargs bzgl. der Frei­gabe für Hunde zu tref­fen und wenn ja, warum?

Nein. Die Park­an­lage ist nach §9 Absatz 3 des Ham­bur­gi­schen Hun­de­ge­set­zes frei­ge­ge­ben. Absatz 4 des §9 beinhal­tet die Aus­sage „Die Hun­de­füh­re­rin oder der Hun­de­füh­rer hat sicher­zu­stel­len, dass der Hund von Spiel­plät­zen und – flä­chen, als Lie­ge­wie­sen genutz­ten Rasen­flä­chen, Blu­men­bee­ten, Unter­holz, Ufer­zo­nen und Bio­to­pen fern­ge­hal­ten wird.“
Dies ist auch auf den Park­an­la­gen­schil­dern ver­merkt.