WLAN an Eims­büt­te­ler Grundschulen

Anfrage nach § 27 BezVG der Mit­glie­der der Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel, Ines Schwarza­rius, Dr. Ann-Kath­rin Rie­gel und Torge Urban­ski (SPD-Frak­tion)

Der Wech­sel zwi­schen den Lern­for­men Prä­senz- und Distanz- bzw. Wech­sel­un­ter­richt hat sich in den letz­ten Mona­ten seit Beginn der Pan­de­mie mehr­fach voll­zo­gen und hat sowohl die Schüler*innen als auch die Leh­rer­schaft und Schul­lei­tun­gen vor große Her­aus­for­de­run­gen gestellt.

Grundschüler*innen sind von den Fol­gen der pan­de­mie­be­ding­ten Schul­schlie­ßun­gen ganz beson­ders betrof­fen und in ihrem Lern­fort­schritt gefährdet.

Für gute Lern­be­din­gun­gen in Zei­ten von Fern‑, Wech­sel- oder Hybrid­un­ter­richt ist auch für die Grund­schu­len eine leis­tungs­starke digi­tale Infra­struk­tur von gro­ßer Bedeu­tung. Dazu gehört ins­be­son­dere, dass die Schu­len über ein auch unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen gut funk­tio­nie­ren­des WLAN-Netz verfügen.

Auf Bür­ger­schafts- und Senats­ebene wur­den bereits weit­rei­chende Maß­nah­men zur Stär­kung und zum Aus­bau der IT-Infra­struk­tur an Ham­burgs Schu­len beschlossen.

Vor die­sem Hin­ter­grund fra­gen wir die zustän­dige Fachbehörde:
1. Wie viele Grund­schu­len gibt es zum März 2021 im Bezirk Eimsbüttel?
2. In wel­chen Stadt­tei­len lie­gen diese Grund­schu­len im Bezirk Eimsbüttel?
3. Wie viele Schüler*innen wer­den an die­sen Grund­schu­len in den ein­zel­nen Klas­sen­stu­fen beschult?
Bitte auf­lis­ten nach:
· im gesam­ten Bezirk
· in den ein­zel­nen Stadtteilen

Ant­wort zu 1. bis 3.:
Für die Anzahl der Schü­le­rin­nen und Schü­ler an staat­li­chen Grund­schu­len im Bezirk Eims­büt­tel nach Stadt­teil und Anzahl der Schu­len für das Schul­jahr 2020/21 siehe die nach­fol­gende Übersicht:

4. Auf wel­cher Berech­nungs­grund­lage wird bewer­tet, ob Grund­schu­len über ein aus­rei­chend leis­tungs­star­kes Internet/​WLAN ver­fü­gen, um ins­be­son­dere den der­zeit durch Distanz- und Wech­sel­un­ter­richt über Video­kon­fe­renz­sys­teme oder mit Lern­ma­nage­ment­sys­te­men hohen Anfor­de­run­gen gerecht zu werden?

5. Ver­fü­gen alle Eims­büt­te­ler Grund­schu­len gemäß die­ser Grund­lage über ein aus­rei­chend leis­tungs­star­kes Internet/​WLAN?
Falls nein: An wel­chen Eims­büt­te­ler Grund­schu­len ist aus wel­chen Grün­den kein aus­rei­chend leis­tungs­star­kes Internet/​WLAN verfügbar?

6. Bewer­ten Schul­be­schäf­tigte und Schüler*innen das jewei­lige Internet/​WLAN als aus­rei­chend? Bitte nach Schul­stand­or­ten auflisten.

7. Ist das Internetangebot/​WLAN an den Stand­or­ten mit Musik­schu­len, regio­na­lem Bil­dungs­zen­trum oder wei­te­ren ange­glie­der­ten Insti­tu­tio­nen eben­falls in der Gesamt­nut­zung unter Pan­de­mie­be­din­gun­gen aus­rei­chend? Bitte nach Stand­or­ten mit den genann­ten Insti­tu­tio­nen auflisten.
Sind die genann­ten Insti­tu­tio­nen mit dem Ange­bot zufrieden?

8. Über wel­che Daten­über­tra­gungs­ge­schwin­dig­kei­ten ver­fü­gen die Eims­büt­te­ler Grund­schu­len der­zeit? Bitte ein­zeln aufführen.

9. Wel­che Pla­nun­gen bestehen in Bezug auf den WLAN-Aus­bau an Eims­büt­te­ler Grundschulen?

10. Sind Hin­der­nisse / Ver­zö­ge­run­gen beim WLAN-Aus­bau an Eims­büt­te­ler Grund­schu­len bekannt, die dar­auf zurück­zu­füh­ren sind, dass mit exter­nen Dienst­leis­tern keine Rah­men­ver­träge geschlos­sen wer­den? Falls ja, bitte ein­zeln aufführen.

11. Gemäß Mit­tei­lung des Senats (Bür­ger­schafts-Druck­sa­che 22/2224) sol­len im Rah­men eines Sup­port-Kon­zepts unter ande­rem ein­heit­li­che Struk­tu­ren für die IT-Bera­tung und ‑Betreu­ung sowie die Unter­stüt­zung bei tech­ni­schen Pro­ble­men auf­ge­baut wer­den. Im Ein­zel­nen besteht das
Sup­port-Kon­zept aus den Komponenten
- IT-Betreu­un­g/Ad­mi­nis­tra­tion in den Schu­len vor Ort,
- zen­trale Stö­rungs­stelle (Sin­gle Point of Con­tact, SPOC) und
- Exper­ten-Ser­vice­/­Dienst­leis­ter.
a. Wel­che Ver­bes­se­run­gen und Res­sour­cen-Ein­spa­run­gen kön­nen hier­durch erreicht werden?
b. Wie weit ist die­ses Kon­zept bereits (an den Eims­büt­te­ler Grund­schu­len) umgesetzt?
c. Sieht das Sup­port-Kon­zept für Grund­schu­len eine Erhö­hung der Mit­tel für War­tung und Sup­port vor?

Ant­wort zu 4. bis 11.:
Die BSB hat unmit­tel­bar mit Inkraft­tre­ten des Digi­tal­Pakts Schule sowie der Zusatz­ver­ein­ba­rung Sofort­aus­stat­tungs­pro­gramm mit der Umset­zung der Aus­stat­tung der Schu­len begon­nen. Hier­durch wurde erreicht, dass über 63.000 Lap­tops und Tablets in den staat­li­chen Ham­bur­ger Schu­len, davon mehr als 45.000 in den staat­li­chen all­ge­mein­bil­den­den Schu­len, für die unter­richt­li­che Nut­zung zur Ver­fü­gung ste­hen. Von die­sen ste­hen 20.000 Tablets oder Lap­tops, die mit Mit­teln aus der Zusatz­ver­ein­ba­rung Sofort­aus­stat­tungs­pro­gramm zum Digi­tal­Pakt ange­schafft wur­den, für die Aus­leihe an Schü­le­rin­nen und Schü­ler zur Verfügung.

Wie u. a. auch die Bun­des­re­gie­rung auf offi­zi­elle Anfra­gen bestä­tigt hat, liegt Ham­burg bei der Umset­zung des Digi­tal­Pakts zwi­schen Bund und Län­dern mit deut­li­chem Abstand an der Spitze aller Län­der. Kein ande­res Land hat so effek­tiv und zügig die Mit­tel des Bun­des für den Aus­bau der schu­li­schen digi­ta­len Infra­struk­tur ein­ge­setzt wie Ham­burg. Die BSB inves­tiert seit Jah­ren in erheb­li­chem Umfang in die Digi­ta­li­sie­rung an den Ham­bur­ger Schu­len. Alle Ham­bur­ger Schu­len sind über Glas­fa­ser­ka­bel mit dem Inter­net verbunden.

Da sich durch die Pan­de­mie­si­tua­tion das Nut­zungs­ver­hal­ten und damit der Bedarf der Schu­len all­ge­mein geän­dert haben, erfolgte seit Dezem­ber 2020 zum Aus­bau der Band­breite keine Ein­zel­fall­prü­fung mehr, son­dern eine all­ge­meine Anhe­bung auf iden­ti­sche Stan­dards, damit die Schu­len für die ver­schie­de­nen Unter­richts­sze­na­rien mit der erfor­der­li­chen Band­breite aus­ge­stat­tet sind. Die Band­breite der Inter­net­zu­gänge der Schu­len wurde 2021 von bis­lang 50 – 100 Mbit/​s auf 500 Mbit/​s für alle Grund­schu­len und Son­der­schu­len erhöht.

Inzwi­schen sind 99 % der Ham­bur­ger staat­li­chen Schu­len mit WLAN in allen oder fast allen Unter­richts­räu­men aus­ge­stat­tet. Alle Eims­büt­te­ler Schu­len sind bereits mit WLAN ausgestattet.

Damit kön­nen die schu­li­schen Tablets und Note­books, aber auch pri­vate End­ge­räte in den Schu­len genutzt wer­den. Aus­ge­nom­men sind ledig­lich ein­zelne Schu­len, bei denen die WLAN Aus­stat­tung bis zum Abschluss lau­fen­der Sanie­rungs- oder Bau­ar­bei­ten zurück­ge­stellt wer­den muss. Bei den Grund­schu­len wurde mit einem Sofort­aus­stat­tungs­pro­gramm in der Pan­de­mie für eine zügige „IT-Basis­aus­stat­tung“ gesorgt, die im wei­te­ren an jeder Grund­schule auf den 1 Gbit/​s Stan­dard noch wei­ter ver­bes­sert wird.

Dar­über hin­aus sind alle staat­li­chen Schu­len mit einer struk­tu­rier­ten inter­nen Netz­werk­in­fra­struk­tur aus­ge­rüs­tet. Aus­schlag­ge­bend für die Qua­li­tät der Netz­werk­in­fra­struk­tur ist über die Band­breite hin­aus ins­be­son­dere deren Ver­füg­bar­keit und Zuver­läs­sig­keit. Die Netz­werk­in­fra­struk­tur der Ham­bur­ger Schu­len bie­tet zudem Sicher­heit und Ska­lier­bar­keit. Ham­burg ist das ein­zige Bun­des­land mit die­ser Aus­stat­tung und hat damit beste Vor­aus­set­zun­gen für das digi­tale Ler­nen mit Lern­platt­for­men und Video­kon­fe­ren­zen geschafften.

Die Kon­fi­gu­ra­tion und War­tung der schul­ei­ge­nen IT ist seit Jah­ren eine Auf­gabe der jewei­li­gen Schule, für die alle Schu­len nach den glei­chen Schlüs­seln finan­zi­elle Mit­tel bekom­men. Diese Summe wird künf­tig noch zusätz­lich um einen Fest­be­trag von zusätz­lich 10.000 Euro pro Schule und pro Jahr auf­ge­stockt und damit im Durch­schnitt fast ver­dop­pelt. Ins­ge­samt stellt der Senat den all­ge­mein­bil­den­den Schu­len künf­tig jedes Jahr rund acht Mio. € für die Admi­nis­tra­tion und War­tung der schu­li­schen IT zur Verfügung.

Die Schu­len beauf­tra­gen damit in der Regel Fach­fir­men, die die Geräte war­ten und admi­nis­trie­ren und ergän­zen die­sen Ser­vice durch schul­ei­ge­nes Enga­ge­ment, bei­spiels­weise durch die Mit­ar­beit von Schü­le­rin­nen, Schü­lern und Lehr­kräf­ten bei der IT-Admi­nis­tra­tion. Siehe hierzu auch die Pres­se­mit­tei­lun­gen der für Bil­dung zustän­di­gen Behörde vom 9. März 2021, https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/14950234/2021–03-09-bsb-wlanausbau-an-staatlichen-schulen/ und vom 3. Mai 2021, https://www.hamburg.de/bsb/pressemitteilungen/15042624/2021–05-03-bsb-mehr-geld-fuerit-wartung-an-schulen/.

Seit dem 25. Januar 2021 ist der neue digi­tale Dienst „JMS Online“ ab sofort ver­füg­bar. Inter­es­sierte Ham­bur­ge­rin­nen und Ham­bur­ger kön­nen sich oder ihre Kin­der nun für Unter­richts­an­ge­bote der JMS online vor­mer­ken las­sen. Mit ver­schie­de­nen Such­kri­te­rien wie Alter des Kin­des oder gewünsch­ter Stadt­teil, wird schnell das pas­sende musi­ka­li­sche Unter­richts­an­ge­bot vor­ge­schla­gen. Dar­über hin­aus wer­den freie Plätze oder vor­aus­sicht­li­che War­te­zei­ten ange­ge­ben. Damit wol­len wir allen Kin­dern und Jugend­li­chen auf unkom­pli­zier­tem Weg den Zugang zu einer moder­nen musi­ka­li­schen Bil­dung ermög­licht wer­den. Siehe hierzu auch die Pres­se­mit­tei­lung der BSB vom 25. Januar 2021 (Neuer Online-Dienst der Staat­li­chen Jugend­mu­sik­schule Ham­burg – ham​burg​.de). Der Dienst wurde bis­lang erfolg­reich für ca. 550 Vor­mer­kun­gen genutzt.

Im Übri­gen wird zur Digi­ta­li­sie­rung an den Schu­len auf die Drs. 21/11206, 21/14178, 21/14228, 22/435, 22/980, 22/1058, 22/1472, 22/2097, 22/2224, 22/2523, 22/2715, 22/2899, 22/3003, 22/3266, 22/3339, 22/3441 und 22/3747 und 22/4373 verwiesen.