Wochen­markt Grundstraße

Kleine Anfrage nach § 24 BezVG des Mit­glieds der Bezirks­ver­samm­lung, Frank Wie­de­mann (SPD-Frak­tion)

Die Kleine Anfrage wird wie folgt beantwortet:

Vor­be­mer­kung:

Die Mehr­heit der Wochen­markt­händ­ler nutzt die Mög­lich­keit, an den Markt­ver­an­stal­tun­gen als Tages­be­wer­ber teil­zu­neh­men. Tages­be­wer­ber wer­den von der Ver­wal­tung sta­tis­tisch nicht erfasst. Die nach­ste­hen­den Anga­ben resul­tie­ren aus der Ent­wick­lung der Gebühreneinnahmen.

Sach­ver­halt

Im Gegen­satz zum Mitt­wochs­markt erfreut sich der am Sams­tag statt­fin­dende Wochen­markt Grund­straße bei den Eims­bütt­lern gro­ßer Beliebt­heit. Er zeich­net sich durch ein brei­tes und viel­fäl­ti­ges Ange­bot der Markt­be­schi­cker aus, die auf viele Kun­den ver­trauen kön­nen. Nach­dem, so der sub­jek­ti­ver Ein­druck, vor 1–2 Jah­ren eine volle Aus­las­tung des Mark­tes erreicht wor­den war, sind seit meh­re­ren Mona­ten zuneh­mend freie Plätze und grö­ßere Lücken auf­fäl­lig. Die­ses, mög­li­cher­weise nur ver­meint­li­che, lang­same Aus­dün­nen des Mark­tes ist auch den Markt­be­su­chern nicht ver­bor­gen geblieben.

Vor die­sem Hin­ter­grund frage ich den Bezirksamtsleiter:

1. Wie hat sich die Anzahl der Markt­be­schi­cker auf dem Wochen­markt Grund­straße in den letz­ten fünf Jah­ren für den Sams­tag und wie die tat­säch­lich genutzte Markt­flä­che im Ver­hält­nis zur Maxi­mal­aus­las­tung ent­wi­ckelt (bitte für jedes Jahr ein­zeln angeben)?

Zu Frage 1:

1.1 Ent­wick­lung der an den Markt­ver­an­stal­tun­gen teil­ge­nom­me­nen Markthändlern:

2011   60

2012   60

2013   60

2014   59

2015   42

1.2 Die Anga­ben beru­hen auf dem Umfang der an die Händ­ler ver­ge­be­nen Flä­chen. Dar­auf, ob diese Händ­ler regel­mä­ßig an den Markt­ver­an­stal­tun­gen teil­neh­men, hat die Ver­wal­tung nur begrenzt Einfluss.

2011    83%

2012   83%

2013   83%

2014   82%

2015   61%

2. Wie hat sich die Anzahl der Anfra­gen wei­te­rer Markt­be­schi­cker, die einen Stand am Sams­tag bean­tra­gen woll­ten, in den letz­ten fünf Jah­ren ent­wi­ckelt (bitte pro Jahr angeben)?

Die Zahl der Tages­be­wer­ber wird sta­tis­tisch nicht erfasst. Bewer­bun­gen für eine stän­dige Zulas­sung wer­den aus Aktua­li­täts­grün­den nach einem Jahr gelöscht, sofern keine Ver­län­ge­rung der Bewer­bung bean­tragt wurde. Aktu­ell lie­gen 11 Bewer­bun­gen vor.

3. Muss­ten bestimmte, der in 2. erwähn­ten Anfra­gen abschlä­gig beschie­den wer­den? Wenn ja, wel­che Gründe gaben hier­für jeweils den Ausschlag?

Das Bewer­ber­ver­fah­ren beruht auf der Zulas­sungs- und Benut­zungs­ver­ord­nung. Dort ist vor­ge­ge­ben, dass die Wochen­markt­ver­an­stal­tun­gen mit einem viel­fäl­ti­gen, aus­ge­wo­ge­nen und abwechs­lungs­rei­chen Ange­bot durch­zu­füh­ren sind. Auch des­halb ist dar­auf zu ach­ten, dass bei der Zulas­sung von Händ­lern kein Waren­über­an­ge­bot ent­steht, z.B. zu viele Tex­til­händ­ler auf den Markt kom­men. Die vor­lie­gen­den Bewer­bun­gen konn­ten wegen eines Über­an­ge­bo­tes der Ware noch nicht berück­sich­tigt wer­den. Die Ver­wal­tung wird wei­ter­hin jede Mög­lich­keit nut­zen, bestehende Lücken im Ange­bot durch geeig­nete Bewer­ber zu schließen.

4. Wie beur­teilt die Ver­wal­tung die Ent­wick­lung und wel­che Kon­se­quen­zen sol­len dar­aus gezo­gen werden?

Die Ver­wal­tung hat den Rück­gang der Kun­den­nach­frage mit Sorge wahr­ge­nom­men und reagiert. So sol­len zur Stei­ge­rung der Attrak­ti­vi­tät die heu­ti­gen Händ­ler räum­lich zusam­men­ge­fasst und so auf­ge­stellt wer­den, dass wie­der ein ein­heit­li­ches Markt­bild ent­steht. Ein ent­spre­chen­der Plan wurde mit dem Ver­tre­ter der Händ­ler bereits ent­wi­ckelt. Die Umset­zung soll zusam­men mit den Händ­lern erfolgen.