Anbin­dung des Nien­dor­fer Flughafenrandgebiets

Kleine Anfrage der Mit­glie­der der Bezirks­ver­samm­lung  Jutta Sei­fert und Marc Schem­mel (SPD-Frak­tion)

Sach­ver­halt Im Nien­dor­fer Flug­ha­fen­rand­ge­biet ergibt sich für die dor­ti­gen Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner fol­gen­des Ver­kehrs-Pro­blem: Die­ses große Wohn­ge­biet – wel­ches u.a. die Stra­ßen Rah­weg, Goten­weg, Ost­fa­len­weg, Bay­ern­weg und Sper­lings­weg umfasst – ist ledig­lich durch zwei Zugangs­stra­ßen – den Münch­hau­sen­weg und den Grot­kop­pel­weg – vom Gar­sted­ter Weg erreichbar.
Auf­grund der Nähe zum Swe­ben­weg und zum Krohn­stiegtun­nel ver­läuft ein Groß­teil des Ver­kehrs durch den Grot­kop­pel­weg. Dies führt zu einer star­ken Emis­si­ons­be­las­tung der dor­ti­gen Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­ner und zu einer erhöh­ten Abnut­zung der Straßenflächen.

Diese Män­gel könn­ten mög­li­cher­weise mit der Ver­län­ge­rung des Vie­ren­kamps um etwa 100 Meter in Rich­tung Rah­weg beho­ben wer­den. Anwoh­ne­rin­nen und Anwoh­nern würde damit ein wei­te­rer Zugangs­weg geboten.

Dies vor­aus­ge­schickt, fra­gen wir die Bezirksverwaltung:

1) Wurde die Mög­lich­keit der Ver­län­ge­rung des Vie­ren­kamps durch die Bezirks­ver­wal­tung in der Ver­gan­gen­heit bereits geprüft?

a. Wenn ja, was waren die Ergeb­nisse die­ser Prüfung?

Die Bezirks­ver­wal­tung hat diese Mög­lich­keit im Rah­men der Auf­stel­lung des Bebau­ungs­plans Nien­dorf 78 geprüft. Eine Anbin­dung des Gewer­be­ge­biets an den Rah­weg wurde im Bebau­ungs­plan nicht vor­ge­se­hen, um das anlie­gende Wohn­ge­biet nicht mit Gewer­be­ver­kehr zu belasten.

b. Wenn nein, warum wurde diese Option bis­her nicht geprüft?

Ent­fällt.

c. Wel­che Anfra­gen oder Anträge lie­gen der Bezirks­ver­wal­tung hin­sicht­lich des oben genann­ten Sach­ver­halts vor?

Weder bei der BV noch beim OA/​Lo sind Anfra­gen oder Anträge in o.g. Ange­le­gen­heit eingegangen.

2) Wie ist die Flä­che zwi­schen Vie­ren­kamp und Rah­weg aus­ge­wie­sen? Ist es mit die­ser Aus­wei­sung mög­lich, dort eine Straße zu bauen?

Die Flä­che ist im Bebau­ungs­plan Nien­dorf 78 als Gewer­be­ge­biet und in einem 10 m brei­ten Strei­fen par­al­lel Rah­weg als Flä­che zum Schutz, zur Pflege und zur Ent­wick­lung von Boden, Natur und Land­schaft fest­ge­setzt. Die Her­stel­lung einer Straße ist damit nicht zulässig.

3) In wel­chem Eigen­tum ist die ent­spre­chende Fläche?

Ein Teil der Flä­che ist im Eigen­tum von zwei Pri­vat­per­so­nen, der grö­ßere Teil ist im Eigen­tum der FHH.
Die FHH-Flä­che ist dis­po­niert, der poten­ti­elle Erwer­ber hat am 21.12.2010 einen Vor­be­scheids­an­trag gestellt.

4) Wie hoch sind die geschätz­ten Kos­ten für die Ver­län­ge­rung (ca. 100 Meter) des Vie­ren­kamps in Rich­tung Rahweg?

Die Bau­kos­ten für die Ver­län­ge­rung des Vie­ren­kamps in Rich­tung Rah­weg belau­fen sich auf ca. 165.000 €. Der Wert­aus­gleich für den Grund­er­werb ist dabei nicht berücksichtigt.

5) Wie schätzt die Bezirks­ver­wal­tung die Rea­li­sier­bar­keit des oben genann­ten Vor­schlags einer Ver­län­ge­rung des Vie­ren­kamps ein?

Eine Ver­län­ge­rung des Vie­ren­kamps würde eine Bebau­ungs­plan­än­de­rung erfor­dern. Dabei wären die ver­kehr­li­chen Belange abzu­wä­gen (s. Punkt 1a).

6) Warum wurde der Vie­ren­kamps beim Bau nicht direkt an den Rah­weg ange­schlos­sen? Wel­che Gründe gab es hierfür?

Siehe Punkt 1a.