Insti­tu­tio­nelle För­de­rung der Eims­büt­te­ler Geschichtswerkstatt

Sach­ver­halt

Die Ham­bur­ger Geschichts­werk­stät­ten, dar­un­ter auch die Geschichts­werk­statt Eims­büt­tel, leis­ten seit mehr als drei­ßig Jah­ren einen wich­ti­gen Bei­trag zur Erfor­schung und Ver­mitt­lung der Ham­bur­ger Geschichte sowie zur Samm­lung und Bewah­rung lokal­ge­schicht­li­cher Doku­mente. Nicht zuletzt ist dies öffent­lich­keits­wirk­sam im Rah­men einer von der Kul­tur­be­hörde durch­ge­führ­ten Eva­lua­tion und ins­be­son­dere durch die Ver­lei­hung des Max-Brauer-Prei­ses 2013 an die Geschichts­werk­stät­ten ein­drucks­voll bestä­tigt worden.

In den letz­ten Jah­ren hat die Geschichts­werk­stät­ten-Bewe­gung einen erneu­ten Auf­schwung genom­men. Mit den Werk­stät­ten Bills­tedt, Har­burg, Gän­ge­vier­tel, Wands­bek und Forum Kollau e.V. sind seit 2007 gleich fünf neue Ein­rich­tun­gen hin­zu­ge­kom­men. Wei­tere sind gegen­wär­tig im Ent­ste­hen. Dabei macht den Geschichts­werk­stät­ten schon lange ihre finan­zi­elle Situa­tion Sor­gen. Ins­be­son­dere die Kür­zun­gen aus den Jah­ren 2003/04 um ca. 25 Pro­zent waren ein schwe­rer Schlag. Von der Erhö­hung der insti­tu­tio­nel­len För­de­rung für Stadt­teil­kul­tur im Jahr 2009 blie­ben die meis­ten Geschichts­werk­stät­ten ausgeschlossen.

Diese För­de­rung fällt sehr unter­schied­lich aus und einige Geschichts­werk­stät­ten wie das Forum Kollau, Ver­ein für die Geschichte von Lok­s­tedt, Nien­dorf und Schnel­sen e.V., erhal­ten bis heute kei­ner­lei insti­tu­tio­nelle För­de­rung. Die Geschichts­werk­statt Eims­büt­tel wird der­zeit aus bezirk­li­chen Rah­men­zu­wei­sun­gen mit jähr­lich 57.000 Euro unterstützt.

Die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel hat schon im Rah­men der Stel­lung­nahme zu den Rah­men­zu­wei­sun­gen her­vor­ge­ho­ben, dass die Rah­men­zu­wei­sung Kul­tur für den Bezirk Eims­büt­tel nicht aus­kömm­lich ist und nicht im Ver­hält­nis zu dem bezirk­li­chen Anteil an der städ­ti­schen Bevöl­ke­rung steht. Ins­be­son­dere die bestehende Auf­schlüs­se­lung, die sich vor­wie­gend an den bestehen­den Ange­bo­ten und nicht nach dem Bedarf rich­tet, wird dabei von der Bezirks­ver­samm­lung kritisiert.

Beschluss­vor­schlag

1. Die Bezirks­ver­samm­lung Eims­büt­tel hono­riert und wür­digt die sehr gute Arbeit der Geschichts­werk­statt Eims­büt­tel und spricht sich unbe­dingt für eine Fort­füh­rung aus. Die Bezirks­ver­samm­lung wür­digt auch den Beginn der enga­gier­ten ehren­amt­li­chen Arbeit des Forums Kollau, Ver­ein für die Geschichte von Lok­s­tedt, Nien­dorf und Schnel­sen e.V.

2. Die Vor­sit­zende der Bezirks­ver­samm­lung wird gebe­ten, sich bei den zustän­di­gen Fach­be­hör­den (Kul­tur und Finan­zen) dafür ein­zu­set­zen, dass die Rah­men­zu­wei­sung Kul­tur im kom­men­den Dop­pel­haus­halt auf­ge­stockt und die Auf­schlüs­se­lung nach Bezir­ken stär­ker am Pro-Kopf-Bedarf ori­en­tiert wird, damit der Bezirks­ver­samm­lung die nöti­gen Res­sour­cen zur Ver­fü­gung gestellt wer­den, um die Geschichts­werk­statt vor Ort aus­rei­chend zu unterstützen.

3. Über die Ergeb­nisse der Bemü­hun­gen soll das Bezirks­amt in dem für Kul­tur zustän­di­gen Aus­schuss der Bezirks­ver­samm­lung in der neuen Wahl­pe­ri­ode berichten.

 

Frank Wie­de­mann, Mecht­hild Führ­baum, Gabor Gott­lieb und SPD-Fraktion
Ste­fa­nie Kön­ne­cke und GRÜNE Fraktion

Tags: